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Kleve
Caritas kämpft in Düsseldorf für offenen Ganztag

Kleve. "Gute OGS darf keine Glückssache sein" - unter diesem Motto stand die Kampagne der Freien Wohlfahrtspflege, an der sich zahlreiche Mitarbeiter des Caritasverbandes Kleve aktiv beteiligt haben. Um den notwendigen Veränderungsbedarf deutlich zu machen und die Zukunftsfähigkeit der Offenen Ganztags(grund-)schulen (OGS) sicherzustellen, nahmen auch 50 Mitarbeiter des Caritasverbandes Kleve an der Abschlussveranstaltung vor dem Düsseldorfer Landtag teil. Dazu bemalten die Kinder im Vorfeld T-Shirts, auf denen sie ihre Wünsche für eine bessere OGS kreativ darstellten. Diese T-Shirts wurden auf langen Wäscheleinen vor dem Landtag aufgehängt. Mehr als 2000 "Aktivisten" besuchten diese erfolgreiche Veranstaltung, bei der auch die neue Ministerin für Schule und Bildung, Yvonne Gebauer, sowie der neue Minister für Integration, Jugend, Kinder und Familie, Joachim Stamp, anwesend waren und sich mit den Forderungen solidarisierten.

Inwiefern Glück bei der Offenen Ganztagsschule mittlerweile ein entscheidendes Kriterium ist, erklärt sich wie folgt. Für die Durchführung der OGS erhält ein Träger von der Landesregierung NRW aktuell 1429 Euro pro Jahr und Schüler. Die Freie Wohlfahrtspflege, der auch der Caritasverband Kleve angehört, hat errechnet, dass für eine qualitative Durchführung mindestens 3000 Euro pro Schüler und Jahr notwendig sind. Diese Finanzierungslücke wird von vielen Kommunen, je nach individueller Finanzsituation und Prioritätensetzung, minimiert. Im NRW-Vergleich gibt es sowohl Kommunen, die nicht in der Lage sind einen freiwilligen Eigenanteil aufzubringen, als auch Städte und Gemeinden, die die Finanzierungslücke vollständig schließen können.

Diese Ungleichheit oder auch Ungerechtigkeit will die Kampagne der Jugendhilfeträger der Freien Wohlfahrtspflege auf die Agenda der neuen Landesregierung setzen. Im Kern geht es um die Forderungen, den Betreuungsschlüssel zu definieren, eine einheitliche und auskömmliche Finanzierung sicherzustellen, verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen und den Ausbau der Platzzahlen umzusetzen.

Mit mehr als 80 Mitarbeitern verantwortet der Caritasverband Kleve zurzeit fünf Offene Ganztags(grund-)schulen an sieben Standorten in drei Kommunen. Daher betrifft diese Kampagne der Freien Wohlfahrtspflege den Caritasverband Kleve in besonderem Maße.

Quelle: RP
 
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