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Kleve
CDU-Fraktion Kleve einmütig: Keine Windräder in den Wald

Kleve: CDU-Fraktion Kleve einmütig: Keine Windräder in den Wald
Windrad im Aufbau: Der Grundstein ist gelegt. FOTO: privat
Kleve. Es deutet einiges darauf hin, dass die Akten zu dem Vorgang "Windkraftanlagen im Klever Reichswald" ein klassischer Fall fürs Archiv werden. Die Stadt Kleve hatte entdeckt, dass es im Reichswald Flächen gibt, die sich potenziell für die Errichtung von Windrädern eignen. Bei der Vorstellung des Entwurfs für den Flächennutzungsplan wurden diese Potenzialflächen präsentiert. Von Peter Janssen

Die Klever CDU-Fraktion hat sich zu dem Thema auf ihrer jüngsten Sitzung eine Meinung gebildet: "Windkraftanlagen im Reichswald lehnen wir ab", sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing. Außerdem, so Gebing, habe das Projekt ohnehin keine Chance gehabt, realisiert zu werden: "Nur Kommunen, deren Waldanteil an der Gesamtfläche mehr als 25 Prozent beträgt, dürfen Anlagen in den Wald bauen. Kleve erfüllt diese Voraussetzung nicht." Als erheblichen Eingriff in den Forst wertet die CDU auch die Maßnahmen, die getroffen werden, bevor die erste Anlage steht. So müssten befestigte Wege für den Transport angelegt und Flächen abgeholzt werden, auf denen die Windräder stehen. Der Schutz der Natur ist für die CDU von übergeordneter Bedeutung. "Der Wald dient der Erholung, und die wäre extrem beeinträchtigt. Auch die Tierwelt würde Schaden nehmen", sagt Gebing. Doch sind die Christdemokraten nicht gegen alle von der Stadt vorgeschlagenen Gebiete, in denen Vorrangzonen ausgewiesen werden könnten. Eine Fläche, die an der Grenze zur Gemeinde Bedburg-Hau liegt, in der Nähe der Dr.-Engel-Straße, sowie ein Gelände hinter dem Ehrenfriedhof an der Grunewaldstraße seien potenzielle Standorte, die es zu überprüfen gelte, so Gebing. "Wir würden hier auch die geforderten Abstände zur Wohnbebauung freiwillig vergrößern", sagt der Christdemokrat.

Freiwillig will sich die CDU-Fraktion auch noch mit Mitgliedern der Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" treffen. Warum, wo man doch inhaltlich mit den Rettern des Waldes auf einer Wellenlänge liegt? Es sind die Altlasten, die die CDU aufarbeiten will. "Nach der Kommunalwahl, die für uns nicht erfolgreich ausgegangen ist, wollen wir uns den Bürgern verstärkt zuwenden", sagt Gebing. Der gute Vorsatz der CDU lautet nun: Sie werden von uns hören!

Quelle: RP
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