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Kalkar
CDU Kalkar sieht sich nicht mehr in der Verantwortung

Kalkar: CDU Kalkar sieht sich nicht mehr in der Verantwortung
David Kerkenhoff sieht die Kalkarer CDU in der Opposition. FOTO: cdu
Kalkar. Mit weniger als einem Drittel der Stimmen im Stadtrat sehen sich die Christdemokraten in der Opposition.

Nur noch zehn der 33 Kalkarer Ratsmitglieder gehören der CDU an, und auch die Bürgermeisterin entstammt einer anderen Gruppierung - dem Forum. David Kerkenhoff, der neue junge Parteichef, und Fraktionsführer Klaus-Dieter Leusch sagen es in aller Klarheit: "Wir sind jetzt Opposition. Trotzdem wirkt es aus Sicht der CDU-Verantwortlichen so, als hätten die Kalkarer Bürger immer noch das Gefühl, die CDU sei nach wie vor hauptverantwortlich für die Politik im Kalkarer Rat. Das ist aber nicht mehr so."

Leusch: "Wir stellen nicht mal mehr ein Drittel der Stimmen im Stadtrat. Die CDU ist nicht verantwortlich für Mehrheitsbeschlüsse, die Forum, FBK und Grüne locker ohne uns erreichen können." Leusch stellt klar, dass die CDU ihre neue Oppositionsrolle aber keineswegs mit Trotz und Destruktivität ausfüllen will: "Wir werden auch in Zukunft kein Contra um des Contra willens geben; das ist nicht unsere Form von Politik. Wir werden gute Anträge einbringen und manche und mittragen, aber auch schonungslos den Finger in die Wunde legt, wenn es nötig ist. An dieser Sacharbeit und an der Kontrolle des Rathauses wollen wir in Zukunft gemessen werden."

Kerkenhoff ist der Ansicht: "Seit die SPD sich gegen die CDU abgegrenzt hat, aber gleichzeitig bei der Wahl des ersten stellvertretenden Bürgermeisters vom Forum vorgeführt wurde (nicht Birgit Mosler, sondern Günter Pageler von den Freien Bürgern wurde gewählt), befindet sie sich im Niemandsland und will nach eigener Aussage auch erst mal nicht viel bewegen. Die FBK und die Grünen sind dagegen mit ihrer Rolle als Steigbügelhalter für die Bürgermeisterin und das Forum offensichtlich sehr zufrieden - da braucht man auch nicht viel erwarten. Es ist also an uns, klare Kante zu zeigen."

Die CDU verspricht, genau darauf zu achten, was im Rat geschieht und wie sich die neue Bürgermeisterin verhält.

(nik)
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