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Kleve
CDU: Vorschlag der Verwaltung dient nicht dem Wohl der Stadt

Kleve: CDU: Vorschlag der Verwaltung dient nicht dem Wohl der Stadt
CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing. FOTO: Evers
Kleve. Zur Klausurtagung mit Diskussion über den Entwurf des Haushaltes für 2017 traf sich die CDU-Fraktion im Rat Kleve mit der Spitze der Verwaltung. In der Tagung wurde über den Haushalt und die geplanten Maßnahmen gesprochen. Ein Schwerpunkt waren die Planungen des Baudezernates für den Bereich der Unterstadt.

Der Bürgermeisterin Sonja Northing wurden die in der Ratssitzung diskutierten Beweggründe der CDU-Fraktion dargelegt, zum Schuljahr 2017/2018 eine weitere Gesamtschule zu gründen und die Sekundarschule auslaufen zu lassen. Entgegen der Behauptung der Bürgermeisterin, so die CDU, sei das Wohl der Stadt Kleve nicht gefährdet, sondern vielmehr werde umgekehrt ein Schuh daraus. Die Verwaltung, an deren Spitze die Bürgermeisterin seit einem Jahr steht, hat die Beschlüsse des Rates, die Schulen baulich zu modernisieren und zu erweitern, nicht zeitnah und zügig umgesetzt. Die dringend notwendigen Bauvorhaben werden 2018 in keiner Weise beendet sein, obwohl dies Voraussetzung für eine solide Schulentwicklung ist. Gerade dies gefährdet eine geordnete Schulentwicklung.

Man brauche kein Wahrsager zu sein, um zu wissen, dass die Bauten der Gesamtschule in Rindern nicht - wie zugesagt - im Jahre 2018 fertig sein werden. Auch die Gebäude der Schule an der Hoffmannallee teilen das Schicksal. Das bedeutet: die Gesamtschule wird in großen Teilen noch immer an der Hoffmannallee oder sonst wo untergebracht sein, die Sekundarschule verbleibt an der Ackerstraße. Eine umgewandelte Sekundarschule braucht 2018 Räumlichkeiten für eine Oberstufe. Es bleibt die Frage: wo???

Man folge dem Willen der Eltern und aller Schüler, ihren Wunsch nach freier Schulwahl ausüben zu können. Der mit den Stimmen der CDU-Fraktion getroffene Ratsbeschluss zeige den Weg auf, eine neue Schule behutsam aufzubauen.

Anders als eine umgewandelte Sekundarschule müsse eine neu gegründete Gesamtschule nicht von Beginn an eine Oberstufe haben, weil sie mit einem neuen Jahrgang fünf beginnt und die ersten Schüler erst zum Schuljahr 2024/25 in die Oberstufe eintreten werden. Die Bezirksregierung hätte bis dahin Zeit, Lehrer mit Lehrbefugnis für die Oberstufe zuzuweisen. Die jetzigen Schüler der Sekundarschule können noch einen Abschluss machen und bei Qualifikation die Gesamtschule, eines der beiden Klever Gymnasien oder das Berufskolleg besuchen, um einen höher qualifizierten Abschluss zu erlangen.

Ohne Zweifel sei der von der Verwaltung vorgeschlagene Weg auch für die Bezirksregierung der bequemere. "Wir aber sind der Überzeugung, dass dieser Weg für die Schule die schlechtesten Startbedingungen bedeutet. Der Vorschlag der Verwaltung verhindert eine verlässliche Entwicklung der Schullandschaft. Er dient damit nicht dem Wohl der Stadt Kleve", so die CDU Kleve.

Quelle: RP
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