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Kleve
City-Linie 49 soll bequemer werden

Kleve: City-Linie 49 soll bequemer werden
Der neue City-Bus am Fischmarkt in der Klever Fußgängerzone. Thorsten Scheibe (Mercedes-Benz), Klaus Keysers (Stadt Kleve), Bürgermeisterin Sonja Northing und Christian Kleinenhammann (Niag) überzeugen sich davon, wie die Klapprampe Rollstuhlfahrern den Einstieg ermöglicht. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Das neue Fahrzeug ist 8,70 Meter lang, hat drei Achsen und 163 PS. Der Wagen bietet Fahrgästen mit Behinderungen einige Vorteile: Platz für zwei Rollstühle und mehr Raum für Rollatoren. Auch Stellplätze für Kinderwagen gibt es. Von Monika Hartjes

Das seien besonders schöne Termine, sagte Bürgermeisterin Sonja Northing bei der Vorstellung des neuen Fahrzeuges für die City-Linie 49 am Elsa-Brunnen. Weil der alte City-Bus sehr reparaturanfällig war, hatten die Verantwortlichen der Stadt und der Firma Look Busreisen, eine Tochter der Niag, nach einer Lösung gesucht.

"Für uns war von Anfang an klar, dass die Linie mit demselben Fahrplan-Angebot weiterlaufen sollte, denn sie ist bei unseren Bürgern sehr beliebt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt", sagte die Klever Bürgermeisterin. Sie habe festgestellt, dass vor allem ältere Leute und Menschen mit Behinderung diesen Bus nutzen. "Der neue Bus hat jetzt Möglichkeiten, zwei Rollstuhlfahrer mitzunehmen. Er bietet viel Platz für Rollatoren und Kinderwagen", stellte sie zudem erfreut fest.

Christian Kleinenhammann, Vorstandsmitglied der Niag, die die Buslinie betreibt, und Thorsten Scheibe von der Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund, stellten der Bürgermeisterin den neuen Minibus vor. Der dreiachsige Mercedes-Benz Sprinter City 77 ist 8,70 Meter lang und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 6,8 Tonnen. Er hat im Fahrgastraum zehn feste gepolsterte Sitze und vier Klappsitze. Insgesamt können bis zu 40 Fahrgäste befördert werden. Das durchgängig niederflurige Fahrzeug verfügt über zwei doppelflügelige Außenschwingtüren. "Mithilfe der Absenktechnik und einer mechanischen Klapprampe, die bis zu 350 Kilogramm belastbar ist, können Rollstuhlfahrer an beiden Türen leicht das Innere des Busses gelangen", erklärte Kleinenhammann. Im Bus sind zwei großzügige Mehrzweckstellflächen für Rollstühle, Kinderwagen oder Rollatoren. Der Sprinter verfügt über einen 163 PS starken Euro VI Motor und ist damit deutlich leiser als konventionelle Linienbusse. Mit einem Radabstand von 4100 Millimetern und einem Wendekreis von 17,30 Metern ist er wendig genug, um alle Linienabschnitte zu meistern.

Seit etwa sieben Jahren verbindet die Linie 49 den Klever Bahnhof mit dem in der Oberstadt an der Hoffmannallee gelegenen Einkaufszentrum. Der Bus fährt in einer Halb-Stunden-Taktung von der Unter- in die Oberstadt und zurück.. "Diese Verbindung entstand damals im Rahmen eines Verkehrsprojektes. Gerade älteren Mitbürgern soll dadurch die 'Bewältigung des Berges' für Arztbesuche und Einkäufe erleichtert werden", erklärte Beate Kronen, Pressesprecherin der Niag. Das Einzel-Ticket kostet einen Euro pro Fahrt. "Eine Tageskarte, mit der man so oft fahren darf, wie man möchte, kostet 1,50 Euro", sagte Tobias Jakubowski, stellvertretender Betriebsleiter der Firma Look.

Die zuvor eingesetzte "Wegebahn" erwies sich auf Dauer als zu stör- und reparaturanfällig. Deshalb mussten zeitweise sogar Busse eingesetzt werden. Durch den neuen Sprinter City 77 sinken die jährlichen Betriebskosten und die Bedienung der Linie wird gleichzeitig zuverlässiger.

Quelle: RP
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