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Kleve
Container für Kanu-Verleih am Opschlag

Kleve: Container für Kanu-Verleih am Opschlag
Drei Container dienen Ulrich Sander vom Kanu-Verleih in den nächsten Monaten als Lager und Büro. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Am Samstag will der Unternehmer Ulrich Sander in Kleve in die Paddel-Saison starten. Boote und Zubehör sind in provisorisch in Containern untergebracht. Endes des Jahres könnte der Umzug in den angrenzenden Keller erfolgen. Von Marc Cattelaens

In aller Frühe rollte gestern ein riesiger, 50 Tonnen schwerer Autokran über den Opschlag. Am Haken hatte er drei Überseecontainer, die er über an das gepflasterte Ufer der Spoy hievte. Sie werden in den kommenden Monaten das Zuhause der "Wassersport Kleve GmbH" des Sonsbecker Unternehmers Ulrich Sander sein. Mindestens bis zum Oktober bringt Sander in dem Provisorium seine Kanadier und Kajaks sowie Zubehör unter und verkauft dort auch Tickets für Paddeltouren auf der Spoy.

Eigentlich wollte der Unternehmer seinen Kanuverleih in einem der verklinkerten Kellerräume unterbringen, die die Stadt Kleve bei der Umgestaltung des Opschlags für gewerbliche Zwecke errichtet hatte. Doch daraus wurde bekanntlich nichts, denn erst muss die Stadt Kleve die Höhe des Kellers noch vergrößern. Dazu soll die Außengastronomie des Lokals "Tijuana", die über dem Keller liegt, um 90 Zentimeter angehoben werden, damit genug Raum im Kanu-Keller ist. Das hätte eigentlich bis zum Mai, zur geplanten Eröffnung des Kanu-Verleihs, geschehen seien sollen. Doch das bei der Stadt zuständige Gebäudemanagement konnten die Arbeiten wegen "einer hohen Arbeitsbelastung", so Stadt-Sprecher Jörg Boltersdorf, nicht rechtzeitig beginnen. Daraufhin wollte die Stadt die Bauarbeiten in das späte Frühjahr beziehungsweise den Sommer verlegen, was wiederum den Ärger der angrenzenden Gastronomen und später auch den der Klever Politik heraufbeschwor. Daraufhin beschloss die Stadt, die Arbeiten, die etwa drei Monate dauern sollen, auf den Herbst zu verlegen. Deswegen kann der Umzug jetzt wohl erst Ende des Jahres erfolgen.

Weil Ulrich Sander nicht wie geplant in den Keller kann, bemühte er sich um eine Alternativ-Lösung. Die sieht so aus, dass er in den beiden blauen Containern Boote und Zubehör wie Paddel, Schwimmwesten und wasserdichte Tonnen lagert und im grünen Container ein Büro unterhält. "Den grünen Container, der bald noch blau gestrichen werden soll, stellt die Stadt Kleve, ich muss auch keine Pacht zahlen", sagt Sander. Einen Stromanschluss stellt ihm die Stadt ebenfalls.

Christina Silva Egidio, Inhaberin der am Opschlag gelegenen Tapas-Bar "The Lounge", findet gut, "dass jetzt noch mehr Leben an den Opschlag kommt". Ihren Gäste blicken bald von der Terrasse am Spoyufer auf die drei Container. Die trügen zwar nicht gerade dazu bei, das Areal zu verschönern, räumt sie ein, "aber man muss auch mal Kompromisse machen".

Die Container des Kanuverleihs grenzen direkt an den kleinen Garten, der vom Verein "Essbares Kleverland" betrieben wird. Dort ist man nicht ganz so begeistert vom Anblick der stahlummantelten Ungetüme. "Wir sind nicht sehr glücklich über die Situation", sagt Hans-Jürgen Ramisch vom Verein. Gleichwohl freue er sich, dass die Stadt den Verein vorab über das Aufstellen der Container informiert habe. Außerdem handele es sich ja nur um eine Übergangslösung, betont Ramisch. Die Vereinsmitglieder hoffen, dass die Stadt den Vertrag zur Nutzung des Areals als Garten verlängert. "Wenn wir bis Ende September keine Kündigung erhalten, verlängert sich der Vertrag wieder um ein Jahr", erläutert Ramisch.

Sanders Hoffnungen liegen darauf, dass am Samstag zur Eröffnung die Sonne scheint - und dass die Sicherheit seiner Kunden nicht durch im Wasser liegende Fahrräder oder Gerümpel beeinträchtigt wird.

Quelle: RP
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