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Kreis Kleve
Contor prognostiziert eine gute Zukunft für den Kreis Kleve

Kreis Kleve. Die Contor GmbH hat eine Strukturanalyse für den Landkreis Kleve erstellt. Dabei untersuchte die Firma, wie sich Einwohnerzahlen der Städte entwickelt haben und welche Chancen sich den Kommunen bieten.

Der Landkreis Kleve weise die beste Entwicklungsprognose im ganzen Untersuchungsgebiet, das immerhin 82 Städte und Gemeinden umfasst, auf, betont Henner Lüttich, Geschäftsführer der Contor GmbH. Die momentane Einwohnerzahl der größten Städte des Kreises Geldern, Goch und Kleve liegt mit 33.000 bis 48.000 deutlich unter dem Mittelwert von 70.000, trotzdem ist die Entwicklungsprognose positiv.

Zwar sei die Bevölkerung im Kreis Kleve in den vergangenen Jahren um etwa zwei Prozent geschrumpft, jedoch sagt die Contor GmbH bis zum Jahr 2035 ein Bevölkerungszuwachs von vier Prozent voraus. Zum Vergleich: der durchschnittliche Prozentsatz der Landkreise der Umgebung betrage -3 Prozent.

Auch die Altersstruktur falle in einigen Städten des Kreises Kleve sehr positiv aus. So würden in Geldern und Goch prozentual mehr junge als ältere Menschen wohnen, was der allgemeinen Entwicklung widerspreche.

In Kleve zeige sich dieses Bild noch nicht, allerdings würde sich hier die Hochschule Rhein-Waal zukünftig positiv auf die Altersstruktur auswirken, so Lüttich.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Stadt Kleve läge in den Bereichen Handel und Dienstleistung, so das Unternehmen. Vor allem durch einen starken Einzelhandel sei die Stadt attraktiv für das Umland, insbesondere für Niederländer. Außerdem sei der Wanderungssaldo und der Pendlersaldo Kleves überdurchschnittlich. So seien in den vergangenen Jahren mehr Menschen in die Stadt zugezogen als fortgezogen und es kämen wesentlich mehr Menschen zur Arbeit nach Kleve kommen als Klever in anderen Städten arbeiten.

Negativ auf den Landkreis wirke sich die Infrastruktur aus. Die Autobahnanschlüsse lägen für die meisten Kommunen sehr weit entfernt, nur Goch besitzt einen eigenen. Auch die Entfernung zu den anderen Verkehrsträgern ist sehr überdurchschnittlich. So seien es von Kleve bis zum nächsten IC-ICE-Anschluss in Deutschland beispielsweise fast 60 Kilometer.

Auch andere Faktoren wie Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, Anzahl der Gästebetten und weitere sind in der Analyse der einzelnen Städte untersucht worden. Die ganzen Strukturanalysen der unterschiedlichen Städte finden sich hier: www.immobilienbewertung-contor.de/einzugsgebiet.

Quelle: RP
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