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Kleve-Rindern
Culucu - Kultur mit Kommunikation

Kleve-Rindern. Der neu gegründete Rinderner Verein legt großen Wert auf Gleichbehandlung ohne Unterschiede in Sachen Herkunft und Stand. Geboten wird ein buntes Veranstaltungsprogramm für Jedermann zum Mitmachen. Von Stephan Derks

"Das Ziel unseres Vereins ist es, kulturellen und kommunikativen Gedanken ebenso einen Raum zu bieten, wie dem kreativen Schaffen im weitesten Sinne", erklärt Georg Gartz, Vorsitzender des im Klever Ortsteil Rindern gegründeten Vereins Culucu e.V. im Gespräch mit unserer Redaktion. Und so, wie der Vorsitzende des auf gut zwanzig Mitgliedern angewachsenen Vereins von den hehren Zielen spricht, ist man überzeugt, dass diese in dem Räumlichkeiten an der Hohen Straße 123, unweit der Dorfkirche, auch erreicht werden.

"Wir sind davon überzeugt dass die Räumlichkeiten, die über 100 Jahre Mittelpunkt des Dorflebens waren, diesen Geist der generationsübergreifenden Unterhaltung und des Austausches weiter in sich tragen", so Gartz weiter.

Wir, das sind 12 Gründungsmitglieder, die dafür sorgen, dass das Culucu, dessen Namen es nur einmal auf der Welt gibt, donnerstags, freitags und samstags ab 19 Uhr, mit flexibler Schließzeit, öffnet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch Wolfgang Bachmann, dessen Idee einer offenen Bühne bereits großen Anklang gefunden hat.

Offene Bühne? "Jeder, wirklich jeder ist herzlich eingeladen, beim gemeinsamen Musizieren mitzumachen oder eben als Zuhörer den Rahmen zu bilden", schildert Bachmann seine Idee.

Und als seine Frau Adelheid hinzukommt, wird es kurz sentimental. Sie hat Tränen in den Augen, da sie eben eine Gruppe Ausländer verabschiedet, die, zwar herzlich aufgenommen, hier dennoch keine Perspektive fanden, um ihr Leben nach der Flucht neu zu gestalten. Daher sind sie in ihre Heimat zurückgekehrt, obwohl gerade dort die Perspektivlosigkeit endlos zu sein scheint.

"Auch sie gehörten zu uns, zu den Menschen, die wir ohne Ansicht der Person, ihrer Herkunft oder ihres Glaubens bei uns herzlich willkommen heißen", schiebt Nicki Welchering nach, der selbst übrigens monatlich einen Kinoabend im Culucu mit besonderen Filmen, Gesprächskreisen mit und über Flüchtlinge organisiert.

Oder Nils Roth der, gleichfalls monatlich, "Globus Dance", Musik aus aller Welt mit dazugehörigem Tanz auf die Culucu-Fahne geschrieben hat und sich bereits auf den 21. Mai freut, wenn Jaron Tripp seine Freundin (Querflöte) auf dem Hang begleiten wird. Diese oder die Foto-Workshops mit Torsten Barthel sind, wie überhaupt alle Veranstaltungen im Culucu, für Jedermann zugänglich.

Neben diversen Konzerten, Lesungen, kreativem Schreiben, Lyrik, Prosa, selbst gemacht oder aber auch gefunden, steht immer wieder die Schaffung eines Raumes, in dem eine offene und freie Unterhaltung mit jederzeitiger Austauschmöglichkeit im Mittelpunkt des Culucu. Und so sind nicht nur Gäste, sondern auch neue Mitglieder gerne gesehen.

"Auch wenn kein Programm stattfindet oder gerade dann, hoffen wir bei Spielen, einem Drink oder einer Pause auf der Terrasse entspannt und offen ins Gespräch zu kommen und hierbei eine offene Atmosphäre zu erleben", so Gratz abschließend, der stolz auf das große, ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder ist.

"Schaut rein, wir können ja mal drüber reden", diese Philosophie des Culucu in Rindern nimmt man Gartz und seinen Mitstreitern auf Anhieb ab.

Quelle: RP
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