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Kranenburg
Dank für ehrenamtlichen Einsatz

Kranenburg: Dank für ehrenamtlichen Einsatz
Die verdienten Kranenburger Feuerwehrmänner wurden von Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer (l.) und Wehrführer Norbert Jansen (r.) geehrt. Mit dabei: Bürgermeister Günter Steins (3. v. l.). FOTO: Stephan Derks
Kranenburg. In über 50 Alarmierungen stellte die Kranenburger Feuerwehr im vergangenen Jahr ihre Schlagkraft deutlich unter Beweis, Ehrungen und Beförderungen im Mittelpunkt. Von Stephan Derks

"Die Bürger der Gemeinde Kranenburg können sich auf die Feuerwehr verlassen, was die über 53 Einsätze im vergangenen Jahr deutlich unter Beweis stellten", erklärte Bürgermeister Günter Steins auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Dabei hatten sich das Gemeindeoberhaupt und einige Ratsvertreter im Zuge der Fortschreibung des dritten Brandschutzbedarfsplanes intensiv mit dem Feuerwehrwesen befasst und unter anderem die Örtlichkeiten der Löschgruppen und Löschzüge besucht, um sich von den personellen und technischen Gegebenheiten ein persönliches Bild zu verschaffen.

Auch wenn hiernach die Feuerwehr technisch und personell gut aufgestellt sei, sollte dieses nicht darüber hinweg täuschen, so Steins, dass sich die technische Wirkung nur auf der Basis der personellen Verfügbarkeit entfalten könne.

Daher nehme gerade die Arbeit der Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Brandinspektor (BI) Hermann-Josef Baumeister, der gesondert geehrt wurde, einen hohen Stellenwert ein. Überhaupt habe man festgestellt, dass sich der Ausbildungsstand der Feuerwehr innerhalb der Gemeinde auf sehr hohem Niveau befände. Jedoch sei auch festzustellen, dass werktags mit einer erschwerten Einsatzverfügbarkeit zu rechnen sei. "In Nütterden wird ein geordnetes Ankleiden der Einsatzkräfte aufgrund der beengten Umkleidesituation erschwert, wobei für neu eingetretene Wehrleute keine Ankleidehaken zur Verfügung stehen. Da kann ich nur sagen, das geht gar nicht", schilderte Steins seine Erkenntnisse aus seiner Ortsbesichtigung. Ein Mangel, der wohl erst in gut drei Jahren abgestellt werden könne. Verständlich das Gelächter bei den Einsatzkräften. Offensichtlich können solche Maßnahmen, die sich aus dem Brandschutzbedarfsplan ergeben, welche mit dem Haushalt 2015 und der damit verbundenen Finanzplanung für die folgenden Jahre einhergehen, erst zu diesem Zeitpunkt umgesetzt werden.

Auch Paul-Heinz Böhmer, Kreisbrandmeister und Ehren-Wehrführer der Gemeinde Kranenburg, erläuterte den Entwurf und die Stellungnahmen zum neuen Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG) aus, welches allerdings nicht ohne grundlegende Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung auskäme, wobei hier noch zu klären wäre, wer für diese Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung zu sorgen habe.

Bevor der Wehrführer, Gemeindebrandinspektor Norbert Jansen, seinen Jahresbericht vortrug, hatte er die Gelegenheit, verdiente Feuerwehrangehörige zu ehren. So zeichnete er gemeinsam mit Paul-Heinz Böhmer Gerhard Janssen für 60 Jahre, Karl van Lier, Wilhelm Klösters und Theo Groesdonk für 50 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr mit dem Sonderehrenzeichen des Verbandes in Gold aus.

Zudem erhielt Lars Gerrtzen in Anerkennung 25-jähriger treuer Pflichterfüllung im Dienste der Feuerwehr das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Silber. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 35-jährigen aktiven Dienst erhielten Hans-Gerd Lamers und Rolf Janssen. Auch wurden Henrik Haukes zum Feuerwehrmann sowie Nils Diederichs, Rüdiger Euwens, Marco Ingenbleek, Christian Lötz, Alexander Polm, Robin Röpke, Gerhard Rozyn, Benedikt Scholten, Stefan Thüs und Jens Ullmann zum Oberfeuerwehrmann und Max Boskamp, Marco Haukes, Lukas Jansen und Mirko Schleuter zu Unterbrandmeistern befördert. Zum Brandmeister befördert wurde Lars Jansen, zum Hauptbrandmeister Stefan Vergeest und zum Brandoberinspektor Andreas van Wickeren.

Quelle: RP
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