| 00.00 Uhr

Kleve
Das KAG muss weiter warten

Kleve: Das KAG muss weiter warten
Vor dem Bild der Burg wurde diskutiert. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Die erste Ratssitzung im neuen Ratssaal vor dem Bild der Burg: Die Stadtverordnete diskutierten den Ausbau der Klever Schullandschaft. Die Gesamtschule Oberstadt wird nach Joseph Beuys benannt. Von Matthias Grass

Keine guten Nachrichten für die Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG): Sie werden auf den längst beschlossenen Neubau des Kellener Gymnasiums warten müssen. Der sei in Bearbeitung beim Gebäudemanagement der Stadt Kleve, hieß es seitens der Stadtverwaltung beim Tagesordnungspunkt über "umgesetzte Ratsbeschlüsse". Jörg Cosar, eine der treibenden Kräfte hinter dem Neubau für das in die Jahre gekommene Schulgebäude, wollte wissen, was das bedeute. Schließlich sollte der CDU-Antrag von Februar "schnellstmöglich" durchgesetzt werden. Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer erklärte, dass die Stadt zunächst einmal eine Schulbau-Prioritäten-Liste abarbeiten müsse: "Als Erstes müssen wir die Gesamtschule Rindern, dann die in der Oberstadt in Angriff nehmen. Sobald die abgeschlossen sind, können wir das KAG nachziehen". Eine konkrete Jahreszahl hatte Rauer dazu nicht.

Beginnt die Planung irgendwann 2018, so Cosar, bekommen die Schüler des Kellener Gymnasiums ihren Neubau frühestens 2022/23. "Wir haben die Vorgabe: Planung plus vier Jahre Bauzeit", sagt Cosar. Die CDU-Fraktion werde beim KAG auf jeden Fall am Ball blieben.

Die neue Schule Oberstadt wird "Joseph-Beuys-Gesamtschule" heißen, beschloss der Rat einstimmig. Der Antrag der FDP-Fraktion, die Realschule vierzügig zu führen, wurde in den Schulausschuss verwiesen. Dort soll auch der Name der zweiten Gesamtschule in Kleve diskutiert werden. Hier hatte es eine breite Stimmung in der Bürgerschaft für den Beibehalt des alten Namens "Wilhelm-Frede" gegeben. Frede war von den Nazis ermordet worden.

Grünenfraktionschefin Hedwig Meyer-Wilmes wollte von der Verwaltung wissen, wann endlich die beschlossenen Poller am Opschlag eingebaut werden sollen, die die Straße abends während des Kneipenbetriebs absperren. Dazu sagte Bernhard Klockhaus, Fachbereichsleiter Tiefbau, dass die Poller noch 2017, wahrscheinlich gegen Ende des Jahres, eingesetzt werden. Man wolle sich bis dahin für eine Variante entscheiden. Klockhaus berichtete auch, dass die Stadt sich für die Sanierung der Spyckstraße mit dem Kreis geeinigt habe, 18 Bäume sofort fällen zu können. Bäume, die im Verlauf des neuen Abwasserkanals stehen, werden ebenfalls gefällt, weitere Baumfällungen müssen mit dem Kreis abgesprochen werden. Entsprechend würden sich die Bauzeiten entwickeln.

Anke Haun vom Klever Citymanagement stellte den Jahresbericht des Citymanagements vor. Joachim Schmidt (CDU) kamen dabei einige Zahlen spanisch vor: Haun hatte in ihrem Bericht das Gewinnspiel über die Klever Innenstadt als großen Erfolg verkauft: 78 Teilnehmer hätten schließlich daran teilgenommen, schwärmte die Citymanagerin. Nicht nur Schmidt hat da wohl andere Vorstellungen von Erfolg angesichts einer mehr als 50.000 Einwohner zählenden Stadt. "Wieso sind 78 Teilnehmer ein großer Erfolg?", hakte der stellvertretende Bürgermeister also nach. Weil es ein schwieriges Rätsel gewesen sei und weil die Menschen dafür extra in die Stadt gekommen seien, war Hauns "Erklärung".

Hedwig Meyer-Wilmes wollte von Haun wissen, ob es üblich sei, dass bei zweijähriger Laufzeit nach einem Jahr erst knapp die Hälfte der Fördermittel aus dem Verfügungsfond abgerufen sind, nämlich 84.000 Euro von 200.000 Euro. "Es gibt Städte, die an diesem Projekt teilnehmen, wo deutlich weniger umgesetzt wird. Kleve gehört zu den Kommunen, die wir betreuen, die sehr aktiv an den einzelnen Maßnahmen teilnehmen", erklärte Haun. In Kleve flossen Mittel etwa in ein Stadtmodell aus Bronze, in die Beflaggungs-Anlage des Schwanenturms, die Entwicklung eines Schaukastens für Haus Koekkoek, es wurden Blumenampeln und ein Werk aus Stein für den Bahnhofsvorplatz finanziert. Im Rahmen des Stadtumbaugebietes wurden fünf Maßnahmen gefördert.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kleve: Das KAG muss weiter warten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.