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Kreis Kleve
Das Zuhause vor Einbrechern schützen

Kreis Kleve: Das Zuhause vor Einbrechern schützen
Meist werden Fenster bei Einbrüchen aufgehebelt. Möglich ist dies mit einem Schraubenzieher. FOTO: Bauer
Kreis Kleve. Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis steigt. Die Polizei Kleve gibt Tipps, wie man Einbrecher von der Tat abhält. Von Saskia Nothofer

Nach einem Einbruch ist der Schock der Betroffenen schlimmer als der Verlust wertvoller Gegenstände. Der Gedanke daran, dass ein Fremder im privaten Wohnraum, in Schubladen oder Schränken gewühlt hat, belastet die Opfer. Ebenso wie Unsicherheit und Angst viele noch lange verfolgen.

Peter Baumgarten erklärt, wie Fenster und Türen gesichert werden. FOTO: Eve

Um es gar nicht erst zu einem Einbruch kommen zu lassen, bietet die Polizei Kleve im Rahmen des Präventionsprojekts "Riegel vor! Sicher ist sicherer" nun Informationsveranstaltungen zum Thema "Wie sichere ich mein Haus/meine Wohnung gegen ungebetene Gäste" an. Auftakt der Reihe war in Kleve.

"Die meisten Einbrecher kommen nicht nachts, sondern zwischen 15 und 23 Uhr", sagt Rudolf Dinkhoff von der Polizei Kleve. Da es sich meist um sogenannte Gelegenheitseinbrecher handelt, die vermeiden wollen, auf Anwohner zu treffen, ist es laut Dinkhoff ratsam, Anwesenheit zu suggerieren. Bei Dunkelheit sollte so also trotz Abwesenheit Licht brennen. Zeitschaltuhren können hier Abhilfe schaffen.

Ist man mit dem Auto unterwegs, besitzt aber noch ein zweites, sollte man dies sichtbar vor dem Haus parken. In keinem Fall darf das Tor einer leeren Garage offen gelassen werden. "Das ist wie eine Einladung", so Dinkhoff. Ist es hell, sollten die Jalousien an den Fenstern nicht heruntergelassen werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass die Post nachmittags oder am Abend nicht aus dem Briefkasten quillt. Auch etwa durch eine Schubkarre, eine Gießkanne oder andere Gartengeräte in der Hofeinfahrt kann man suggerieren, zu Hause zu sein und nur eine Pause einzulegen.

"Da die Einbrecher unter Zeitdruck stehen, muss man es ihnen so schwer wie möglich machen, damit sie von ihrem Vorhaben abkommen", sagt Dinkhoff. Hierfür kommen mechanische und elektronische Absicherungen infrage. Mit abschließbaren Fenstergriffen ist es aber nicht getan. Zwar schützen sie, wenn der Einbrecher die Scheibe einschlägt, um dann durch das Loch zu greifen und das Fenster zu öffnen. Diese Technik wenden aber nur rund zehn Prozent der Einbrecher an. "Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß", so Dinkhoff. Hebeln Einbrecher das Fester aber auf (in rund 80 Prozent der Fälle), helfen die abgeschlossenen Griffe nicht.

Dinkhoff empfiehlt andere mechanische Sicherungstechniken wie etwa Fenstergitter, Querbalken an Türen sowie zusätzliche Schlösser und Türspaltsperren. "Sind Fenster und Türen mehrfach gesichert, kommen die Einbrecher gar nicht erst rein", so der Polizist. Zahlen belegen dies: 40 Prozent der Einbrüche scheitern im Versuchsstadium.

Anders bei der elektronischen Absicherung, also bei Video- oder Alarmanlagen: Zwar schrecken etwa schrille Töne die Einbrecher in den meisten Fällen ab, es besteht aber die Möglichkeit, dass sie in den Wohnraum gelangen. "Am besten ist eine Mischung aus Mechanik und Elektronik", rät Dinkhoff. Denn wo Schlösser und Balken an ihre Grenzen stießen, könne eine Alarmanlage eingreifen. Jenseits der Technik kann aber auch eine aufmerksame Nachbarschaft vor Einbrüchen schützen. "Beobachten Sie ihre Umgebung und rufen Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas auffällig erscheint", bittet Dinkhoff.

Die weiteren Termin der Informationsveranstaltung sind am Dienstag, 8. März, im Kriminalkommissariat Emmerich, am Dienstag, 15. März, im Kriminalkommissariat Goch sowie am Dienstag, 22. März, im Kriminalkommissariat Geldern. - jeweils um 14 Uhr. Anmeldung unter Telefon 02821 5041972 oder 02821 5041375. Eine Übersicht über die technischen Möglichkeiten der Absicherung gibt es unter www.polizei-nrw.de.

Quelle: RP
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