| 00.00 Uhr

Kleve
Denkmäler öffnen ihre Türen

Kleve: Denkmäler öffnen ihre Türen
Burg Boetzelaer bei Nacht: Wer sie einmal bei Tageslicht erleben möchte, der hat am Sonntag, 11. September, Gelegenheit. Von 14 bis 17 Uhr ist sie geöffnet. Gleich zu Beginn und um 16 Uhr gibt es Führungen. FOTO: Burg Boetzelaer
Kleve. Am Sonntag, 11. September, findet der Tag des offenen Denkmals statt. Das Thema in diesem Jahr lautet "Gemeinsam Denkmale erhalten". Auch im Kreis Kleve gibt es viel zu bewahren. Eine Übersicht.

• Burg Zelem: Die dreiflügelige Burg, die erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt, Mitte des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil ausgebaut, Anfang des 21. Jahrhunderts saniert und modernisiert wurde und sich heute in Privatbesitz befindet, ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen um 11.30 und 15.30 Uhr, auch Kindertouren sind möglich. Adresse: Zelemer Weg 15, Kranenburg-Mehr.

• Forum Arenacum: Bei Ausgrabungen 1980 im Innern der Willibrord-Kirche wurden reiche Gräber der Zeit 670 bis 740 nach Christus entdeckt. Sie belegen, dass der Ort bereits im 7. Jahrhundert bestand und Mitglieder der Oberschicht beherbergte. Die meisten Funde werden im Rheinischen Landesmuseum in Bonn aufbewahrt, einige auch im Museum Kurhaus. Seit 2002 hat Rindern ein eigenes Museum mit keltischen, fränkischen und römischen Exponaten, das Forum Arenacum. Zum Tag des Denkmals ist dieses von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Adresse: Hohe Straße 116, Kleve-Rindern.

• Schlösschen Borghees: Der zweigeschossige, fünfachsige Backsteinbau mit Pilastergliederung aus dem Jahr 1680, der heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, ist zum Tag des Denkmals von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Gleich zum Start gibt es Führungen. Um 12 Uhr ist zudem eine Ausstellung unter dem Aspekt Vergangenheit und Gegenwart der Künstlerin Hildegard Pütz angesagt. Adresse: Hüthumer Straße 180, Emmerich-Borghees.

• Gedenkkreuz des Kanonikus Gisbert Lensing: Das neogotische Gedenkkreuz von 1850 trägt reiche Verzierungen und Symbole. Es ist das letzte erhaltene Grabkreuz des ursprünglich neben der Kirche gelegenen Kirchhofs. Zum Denkmaltag kann es ganztags besichtigt werden. Einen Tag zuvor, am 10. September, gibt es um 14 Uhr einen Vortrag zu Erinnerungsorten von Bernhard Lensing im Pfarrheim St. Martini Emmerich, Martinikirchgang 7. Adresse: Georgstraße 6, Emmerich-Hüthum.

• De wette Telder: Das Giebelhaus von Mitte des 17. Jahrhunderts ist ein charakteristisches niederrheinisches Bürgerhaus. Das Besondere ist der Umfang der noch vorhandenen Bausubstanz. Hölzerne Tragwerkkonstruktionen sind nahezu vollständig bis ins Dach erhalten. Zu sehen sind diese am Sonntag von von 14.30 bis 17.30 Uhr. Führungen gibt es nach Bedarf. Adresse: Steinstraße 15, Emmerich.

• Gut Gensward: Inmitten von Wiesen und hinter einem großen Banndeich gelegen, liegt seit dem 13. Jahrhundert das Turmgebäude von Gensward. Das Turmgebäude, welches im Innern noch das alte Mauerwerk aufweist, diente den damaligen Grenzwächtern als Station um die Schiffe zu beobachten. Geöffnet hat es am Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr gibt es eine Führung. Adresse: Schlenk 24, Bedburg-Hau-Huisberden.

• Haus Rosendal: Die Wehranlage zur Kontrolle der Rheinaue, die von Graf Adolf II. zwischen Kleve und Kalkar angelegt wurde, entwickelte sich aus einem hölzernen Bergfried. Sie wurde über die Jahrhunderte ein kulturgeschichtlich bedeutendes Landgut am Fuße der Endmoräne. Heute liegt das Gut an einer 3,5 Kilometer langen denkmalgeschützten Buchen- und Eichenallee und steht Besuchern zum Denkmaltag von 14 bis 17 Uhr offen. Um 16 Uhr gibt es eine Führung. Adresse: Johann van Aken-Ring, Bedburg-Hau-Hasselt.

• Evangelische Schlosskirche: Im Jahr 1683 unter dem Patronat der Familie Spaen im barocken Stil erbaut. Ihr Grundriss ist achteckig. Als reformierte Kirche ist ihr Äußeres sowie ihr Innenteil schlicht gehalten. 1766 geht die Kirche in den Besitz der Familie Adrian van Steengracht über. Zum Denkmaltag ist die Schlosskirche von 11.30 bis 17 Uhr geöffnet. Adresse: Moyländer Allee 10, Bedburg-Hau-Moyland.

• Ostkirche: Die Pfälzer Emigranten luth. Glaubens, welche sich auf der Gocher Heide, dem heutigen Pfalzdorf ansiedelten, errichteten 1773 die 13 mal neun Meter große Kirche. Seit 2006 kümmert sich ein Förderverein um die Erhaltung und bauliche Instandsetzung. Zum Denkmaltag ist die Ostkirche von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Unter anderem ist dort eine Ausstellung vom Pfälzerbund zu sehen. Adresse: Kirchstraße 142, Goch-Pfalzdorf.

• Graefenthal: Die Klosterkirche, 1248 von Graf Otto II. von Geldern gegründet, war 125 Jahre Grabstätte des Grafengeschlechts von Geldern. 1802 wurde es von den Franzosen säkularisiert. Heute sind auf Gaefenthal viele wertvolle Gebäude noch zu sehen. Darunter das Hauptgebäude, der Kreuzgang mit gotischem Gewölbe, das Hochgrab, der Taubenturm und das Torhaus. So auch am Denkmaltag von 11 bis 20 Uhr. Es gibt Führungen und Bogenschießen. Das Klostercafé ist geöffnet, dort ist ab 18 Uhr auch Grillen mit Musik angesagt. Adresse: Maasstraße 48-50, Goch-Asperden.

• Evangelische Kirche: Erbaut 1630, erweitert 1876 und ein typisches Beispiel eines Baues einer Reformierten Kirche. Zum Denkmaltag ist die Kirche von 11.30 bis 16 Uhr geöffnet. Um 10.30 Uhr beginnt der Tag jedoch schon mit einem Gottesdienst, ab 11:30 Uhr stehen dann fachkundige Führer zur Verfügung, die Informationen zur Kirche und ihrer Geschichte geben können. Abgerundet wird der Tag um 17 Uhr mit einem Konzert der Gruppe Lizzy's Cocktail. Adresse: Mühlenstraße, Am Marktplatz, Uedem.

• Burg Boetzelaer: Die Burg wurde 1256 erstmals erwähnt und zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert aus- und umgebaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte 2003 die Sicherung, Teilerrichtung und Nutzbarmachung der Ruine. Zum Denkmaltag ist Burg Boetzelaer von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen um 14 und 16 Uhr sowie Kaffee und Kuchen im Rittergewölbe. Adresse: Reeser Straße 247, Kalkar-Appeldorn.

• Jüdischer Friedhof: Über eine schmale Treppe stadteinwärts und einen kleinen Steinplattenpfad geht zum jüdischen Friedhof, der Anfang 18. Jahrhundert bis 1870 auf einer etwa acht Meter breiten Stadtmauer angelegt wurde. Erhalten sind heute 25 verschieden große Fragmente in wildwachsendem Bewuchs, einige mit hebräischen Schriftzeichen. Zum Denkmaltag ist der Friedhof von 11 bis 17 Uhr zugänglich. Zudem gibt es Führungen. Adresse: Am Weißen Turm, Rees.

• Transformatorenturm: Der massive Mauerwerksbau aus dem Jahr 1914 ist Zeugnis für die Stromversorgung im ländlichen Raum in der Frühzeit der Elektrifizierung. Zum Denkmaltag ist der Turm von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen, ein Kinderprogramm sowie Verpflegung. Adresse: Hanenkroitstraße, Rees-Haffen.

• Battenbergturm: Der Wohn- und Wehrtum, der von 1494 bis 1504 Sitz des Gerichtsbotenamtes war, hat gigantische Maße. Außenmaß: 7,24 mal 7,07 Meter, Höhe: 15 Meter und Mauerstärke: 0,86 Meter. Im Kellergeschoss befinden sich zudem fünf Schießscharten. Zum Denkmaltag ist der Battenberg von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen nach Bedarf sowie eine Kunstausstellung. Adresse: Wertherbrucher Straße 1, Buschkamphof, Rees-Haldern.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kleve: Denkmäler öffnen ihre Türen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.