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Kleve
"Denkpause" will einen Workshop

Kleve. Die Klever Initiative "Denkpause" fordert für die Planungen zum Minoritenplatz einen Workshop als Bürgerbeteiligung. Dieser Workshop soll von einem auswärtigen Stadtplanungsbüro begleitet werden.

"Der Technische Beigeordnete der Stadt Kleve hat uns für den neuen Bebauungsplan diese Bürgerbeteiligung versprochen. Er sprach von einem Workshop", sagte gestern Denkpause-Sprecher Martin Fingerhut. Den fordere man jetzt ein. Schließlich sei es die letzte freie Fläche, die die Stadt in der City noch habe.

Fingerhut und Max Knippert hoffen, das dieser Workshop von einem auswärtigen Stadtplanungs-Büro moderiert werde. Fingerhut fürchtet, dass die Klever Politik einen vom Klever Unternehmer Bernd Zevens vorgelegten Plan bis September "durchziehen" und die Bürger nur im vorgeschriebenen Rahmen beteiligen wolle. Die Denkpause verlangt deshalb den Workshop, bevor die Politik ihre Vorstellungen für diesen Platz in Beispiele für einen Bebauungsplan einfließen lässt.

Zum Hintergrund: Für einen neuen Bebauungsplan zum Minoritenplatz hatte die Verwaltung die Fraktionen gebeten, Eckpunkte vorzulegen, wie sie sich eine Bebauung oder Nichtbebauung des Platzes vorstellen. Diese Eckpunkte wurden inzwischen "übereinandergelegt". Mit anderen Worten: Man hat versucht, einen fraktionsübergreifenden Konsens zu finden. Das diskutierte eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Ratsfraktionen und das soll auch in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch, 29. Juni, 17 Uhr, diskutiert werden.

Während sich CDU, FDP, Grüne und SPD weitgehend über eine Bebauung ähnlich des Fünffingermodells, das der Klever Architekt Friedhelm Hülsmann und der Hamburger Architekt Ekkhard Voss in der Hochschule vorgestellt haben, einig sind, möchten die Offenen Klever vor allem einen großen Ereignis-Platz am Rathaus. Deshalb soll die Verwaltung zwei Entwürfe für einen möglichen Bebauungsplan vorstellen. Das soll in der Bauausschusssitzung nach den Ferien sein. Voraussetzung: Der Rat leitet am Mittwoch formal das Verfahren ein. Zusätzlich werde es eine Bürgerversammlung geben, sagte Stadtsprecher Boltersdorf gestern. Es sei auch dann noch offen, ob der Platz bebaut werde oder nicht. Wie die Denkpause sich den Platz künftig vorstellt, wollte sie gestern nicht bekannt geben.

(mgr)
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