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Kleve
Der Ahorn vor dem Brunnenhaus wird für neuen Platz gefällt

Kleve. Der Ahorn vor dem Brunnenhaus wird gefällt. Das empfiehlt die Politik im Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung. Der Baum, dessen Wurzeln auch durch einen alten Keller beeinträchtigt seien, stehe der von allen begrüßten Gestaltung des Platzes zwischen Brunnen- und Josefshaus und Rathaus zudem im Wege.

Nur Clemens Giesen (OK) sprach sich für den Erhalt des Baumes aus. Ansonsten gab es Lob für die Verwaltungsplanung. Geschäftsleute der Kavarinerstraße fragten sich allerdings, warum ein einzelner Baum gegenüber dem Rathauseingang außerhalb des Kreuzgangs in die Rangierfläche für die Lkw gesetzt werden soll.

Heftig diskutiert wurde dagegen der Platz auf der anderen Seite des Rathauses zwischen Ratssaal, Minoritenkirche und dem ehemaligen Edeka-Markt. "Dieser Platz ist eigentlich viel wertvoller, man blickt auf die Minoritenkirche mit gotischen Chor, davor die alte Blutbuche. Das ist ein wunderbarer Platz", sagt Daniel Rütter (FDP). Petra Tekath (SPD) sieht's genauso: "Die Mülltonnen zerstören den Platz". Dort dürften keinesfalls die Mülleimer und Fahrräder der Verwaltung geplant sein. Wiltrud Schnütgen (Grüne) schlug vor, am Kopfbau des Rathauses, dort wo eigentlich die Einfahrt zur Garage sein sollte, eine Rampe nach unten zu führen, worüber man Fahrräder und Mülltonnen in die Tiefgarage bekomme. Rauer warf ein, dass das Rathaus keine Rückseite habe und man sich ansonsten schwer tue, einen Platz für die Tonnen zu finden. Spätestens wenn unter dem Minoritenplatz eine Tiefgarage an die des Rathauses anschließe, werde man die Tonnen in die Tiefgarage stellen, zog er das Resumee der Diskussion. Er werde aber den Müllplatz mit Bauzäunen aufstellen, damit sich die Politik ein Bild machen könne. Auch wenn Bürgermeisterin Sonja Northing jüngst vor der Politik für eine wohlwollende Betrachtung eines Raiffeisenplatzes, -Ufers oder -Kais warb, ist dieser Namen für eine die die Volksbank umgebenden Straßen und Kais zunächst vom Tisch - trotz eines Vortrages von Berufsschulleiter a.D. Reder, der aufzeigte, dass das Genossenschaftsmodell seit 1895 im Klever Land verankert ist. Da sie hier keinen Platz sehe, brauche es vorerst keinen Namen, hatte Petra Tekath (SPD) die Diskussion um den Raum zwischen Deutsche Bank und Volksbank beendet. Die anderen Streifen "Am Netelenhorst" sowie ein Ersatz für die Werftstraße wurde in die Fraktionsberatung geschickt. Denn zwar gibt es eine Fuij- oder eine Medlinestraße. Aber eine Mehrheit für den großen Sozialreformer Raiffeisen gebe bei der CDU-Fraktion noch nicht, sagt Wolfgang Gebing (CDU). Allein Daniel Rütter sprach sich dafür aus.

(mgr)
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