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Rp-Serie Unsere Seelsorger (49)
Der Bauherr des Herrn

Rp-Serie Unsere Seelsorger (49): Der Bauherr des Herrn
FOTO: Anna Maria Hoenzelaer
Kleve. 16 Jahre war Pater Georg Homann MSC Pfarrrektor in St. Stephanus Hasselt. Er bewertete die Zeit als die schönsten Jahre seines Priesterlebens. Der Ordensmann setzte sich für den Aufbau kirchlicher Einrichtungen ein. Von Werner Stalder

BEDBURG-HAU-HASSELT Pater Georg Homann MSC war die Freude anzumerken, dass er sein Goldenes Priesterjubiläum mit einem Festhochamt in der St.-Stephanus-Kirche Hasselt begehen konnte. "Hier habe ich die längste Zeit der 50 Jahre als Priester und Seelsorger gewirkt, und diese 16 Jahre als Pfarrrektor von Dezember 1968 bis August 1984 waren die schönsten Jahre meines Priesterlebens", sagte der Jubilar zu Beginn der Dankmesse.

Der Hiltruper Herz-Jesu-Missionar wurde am 11. Mai 1912 in Holthausen, Kreis Steinfurt, geboren. Am 16. April 1939 wurde er zum Priester geweiht. Nach dem Wehrmachtsdienst und der Kriegsgefangenschaft übte er verschiedene priesterliche Tätigkeiten aus, bis er 1960 zum Niederrhein kam. Er übernahm die Verwaltung im Philosophie-Scholastikat, hatte aber auch Zeit für die Seelsorge. So wirkte er neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Pfarrverwalter in der Gemeinde Altkalkar.

Von 1968 an war er hauptamtlich Seelsorger und wurde Pfarrrektor in Hasselt, Gemeinde Bedburg-Hau. Hier blieb er 16 Jahre bis 1984. Die Herz-Jesu-Missionare hatten 1969 das Haus Freudenberg aufgegeben; die Kommunität zog deswegen 1972 in das Alte Pfarrhaus nach Hau. 1984 zog auch Pater Homann in das Alte Pfarrhaus ein. Von hier aus war er noch im Pfarrverband von Bedburg-Hau zur Aushilfe bereit. Seine nachlassende Gesundheit zwang ihn 1990 zur Übersiedlung nach Oeventrop. Zur Pflege kam er 1993 nach Hiltrup, wo er am 21. Dezember im Alter von 81 Jahren starb und am 24. Dezember 1993 auf dem Klosterfriedhof zu Hiltrup seine letzte Ruhestätte fand.

Es ist sicherlich nicht das Wichtigste in einem Priesterleben, aber dank seiner maßgeblichen Hilfe konnten in der St.-Stephanus-Gemeinde Hasselt verschiedene Einrichtungen geschaffen werden, die immer mit seinem Namen verbunden sind. Erinnert sei an die Einweihung des Marien-Bildstockes 1983. Das war ihm ein Herzensanliegen. Mitte der 70er Jahre erfolgte die Renovierung der Pfarrkirche mit der Altarsegnung durch Weihbischof Dr. Averkamp. Das Pfarrheim wurde 1979 eingeweiht und der Kindergarten am 1. Oktober 1971 eröffnet. Dazu kamen die Erweiterung und die Renovierung der Orgel.

Maria Kiau war seine treue Haushälterin und Pfarrsekretärin in Hasselt. Anna-Maria Hoenzelaer (55) erinnert sich an einen herzensguten, liebenswürdigen Priester, "der liturgisch sehr streng" war. Sie gehörte zum ersten Kommunionjahrgang unter Pater Homann am 11. Mai 1969. An den Werktagen war sie Vorbeterin bei den Messen des Ordensmannes. "Sein großes Hobby war die Fotografie. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen machte er Dias, die er dann später in den einzelnen Gruppen zeigte", sagt Anna-Maria Hoenzelaer. Als Beispiele nannte sie die Fronleichnamsaltäre oder Schnappschüsse von den Pfarrfesten. Wenn man ihm eine Freude bereiten wollte, war Fotozubehör das richtige Geschenk.

Pater Homann brachte aus dem Kloster Gewänder für die Sternsinger mit, die teilweise noch heute getragen werden. Zu den Pfarrfesten besorgte er Handarbeiten, die zu einem guten Zweck verkauft wurden. Maria Huypen (84) schätzt noch heute als Kirchenchormitglied den Seelsorger, der zum 50-jährigen Jubiläum des Kirchenchores St.-Stephanus Hasselt 1983 ein Grußwort schrieb.

Quelle: RP
 
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