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Kreis Kleve/Köln
Der "Buntstiftmaler" Wilhelm Schlote wird morgen 70 Jahre alt

Kreis Kleve/Köln. Wilhelm Schlote, der sich bundesweit als "Buntstiftmaler" einen Namen gemacht hat und dessen Werke allerorten auch im Kreis Kleve zu finden sind, feiert am Freitag, 4. März, in seiner Wahlheimat Köln den 70. Geburtstag. Vor allem mit dem Kreis Kleve und dessen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hans-Josef Kuypers sowie dem Kranenburger Galeristen Georg Friedrichs verbindet den Mann mit dem lohweißen Haar und dem gleichfarbigen Bart eine ebenso langjährige wie arbeitsintensive Freundschaft.

So zeichnete Wilhelm Schlote nicht nur das aus allen 16 Kommunen gebildete Kreis-Kleve-Plakat, sondern ist auch für den alljährlich verliehenen Hochschulpreis der Kreis-WfG verantwortlich. Nicht zu vergessen das Buch "Mein Leckerland - eine Traumreise durch den Kreis Kleve" oder auch die vielen Stadt-Plakate, mit denen er seit Jahrzehnten für Aufsehen in Deutschland sorgte, darunter alleine zwei für die Kreisstadt Kleve, zuletzt mit Anregungen der RP-Leser im Jahr 2010.

Das Talent ist dem Künstler, der mehr als 30 Jahre lang in Frankreich lebte und arbeitete, darunter lange Zeit auf der malerischen Halbinsel Ile Saint-Louis im Herzen von Paris in einem Haus mit den Nachbarn Catherine Deneuve, Valérie Kaprisky oder Georges Moustaki, wahrlich in die Wiege gelegt worden: Der am 4. März 1946 in Lüdenscheid geborene und in Essen aufgewachsene Schlote hatte das Glück, Heinz Mack (Mitglied der Künstlergruppe Zero) als ersten Kunstlehrer kennen zu lernen. Der erkannte und förderte seine (vererbten) Anlagen. Schlote studierte zunächst Philosophie in Bonn und dann Kunst in Kassel, war fünf Jahre lang Lehrer im höheren Schuldienst, ehe er sich schon im Jahr 1978 entschied, als Künstler nach Frankreich zu ziehen.

In dieser Zeit hatte sich Schlote längst in Deutschland einen Namen gemacht: Mehr als 35 Kinderbücher und Kunstbücher, Cartoon-Postkarten, Städteplakate, Kalender und Poster sowie Trickfilm-Zeichnungen stammen aus seiner Hand - immer mit dem für Schlote typischen Strich, immer im Stehen in atemberaubender Schnelligkeit entstanden, immer von ihm selbst schlicht und selbstironisch umschrieben mit dem einen einzigen Wort namens "Krickelkrackel".

(Jülo)
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