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Niederrhein
Der Kirchenarchitekt Baumewerd ist gestorben

Niederrhein. Seine Kirchen werden steinernes Zeugnis für ihn ablegen: die Heilig-Geist-Kirche in Emmerich als Beispiel für die moderne Kirchenbaukunst, St. Antonius in Hau als Erinnerung an die frühe Kirchenbau-Tradition, die an das Oktogon des Aachener Doms erinnert. Sein Entwurf für einen Turm von Maria-Magdalena in Goch zeigt weit in die niederrheinische Landschaft, die St. Antonius Kirche in Kevelaer wurde von ihm wieder aufgebaut.

Für den Kreis Kleve gehörte Dieter Georg Baumewerd zu den wichtigen Kirchenbauern der jüngeren Vergangenheit. Er starb am 19. Dezember im Alter von 83 Jahren in Münster. Baumewerd war Architekt, Professor und Träger des Gregoriusordens. Die Beerdigung ist am 29. Dezember in Münster.

Zuletzt vollendete Baumewerd in der Region den Bau des Stiftsmuseums in Xanten. Hier waren Neubau, Umbau und Ergänzung der historischen Kreuzganggebäude am Dom zu Xanten zu einem Dommuseum und einer Stiftsbibliothek mit Unterbringung der Dombauhütte Gegenstand der Bauaufgabe, die der Architekt zu einem stillen Refugium fügte.

In Xanten arbeitete Baumewerd ebenso wie beim Gocher Kirchturm mit dem Gocher Architekten Heinz Wrede zusammen. In Goch hatte Wrede zusammen mit Prof. Hannes Hermanns einen weiteren Entwurf für den Wiederaufbau des Kirchturms eingereicht. Den Wettbewerb gewann Baumewerd, der einen modernen Backsteinturm gezeichnet hatte. So, wie er als junger Architekt im Alter von 35 Jahren den Wettbewerb für die Heilig-Geist-Kirche in Emmerich gewann, mit der er ein architektonisches Ausrufezeichen in die Landschaft der 1960er Jahre setzte. Mit St. Antonius Hau, ein Entwurf zusammen mit Paul-Eling-Architekten, entstand einer der letzten Kirchenbauten im Klever Land, der die 1986 abgerissene Notkirche ersetzte.

(mgr)
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