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Kranenburg
Der tägliche Blick auf das Kreuz

Kranenburg: Der tägliche Blick auf das Kreuz
Weihbischof Everardus de Jong aus Roermond mit Pfarrer Christoph Scholten während der Wallfahrt in Kranenburg. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kranenburg. Unter dem Leitwort "Habt Vertrauen - Fürchtet euch nicht" wurde die Wallfahrt eröffnet. Von Werner Stalder

Brandaktuell waren die Fürbitten beim Pontifikalamt mit Weihbischof Everardus de Jong aus Roermond in der Stifts- und Wallfahrtskirche Kranenburg. Gebetet wurde für Papst Franziskus, der seine pastorale Reise nach Ecuador, Bolivien und Paraguay begann, für die Menschen in Griechenland und Europa, und für alle, die nach einem Ausweg aus der Schuldenkrise suchen, für alle, die unter Armut, Hunger und Krieg leiden, für kranke und notleidende Menschen und für die Opfer von Krieg, Terror, Hass und Gewalt.

Die Schützen und Pilger waren zuvor vom Friedhof zur Pfarrkirche gezogen. Leider fehlten die niederländischen Gilden, die in den Vorjahren durch ihre farbenprächtigen Trachten und ihre Trommelklänge der Prozession einen besonderen Glanz gaben. Die Schützenwallfahrt stand unter dem Leitwort: "Habt Vertrauen - Fürchtet euch nicht" (Mt 14,27). Pfarrer Christoph Scholten freute sich, dass der Weihbischof von Roermond, Msgr. Everardus de Jong, zum Pontifikalamt gekommen war. Sein Gruß galt auch den Schützen, den Fußpilgern, den Kranenburgern und den Pilgern aus den Niederlanden. "Möge diese Feier unseren Glauben vermehren, unsere Hoffnung stärken und unsere Liebe entzünden", sagte er. Weihbischof de Jong sprach in der Gottesdiensteröffnung die Schützen an, die "ein Ziel im Visier" hätten. So sei auch das Kreuz "an diesem wunderbaren Ort" ein Visier im Hinblick auf die Mitte und das Ziel des Lebens. Großen Anteil an der festlichen Gestaltung des Hochamtes hatte der Chor "Cantate Domino" aus Den Haag mit dem Dirigenten Jos Vranken und den Organisten Dirk Willemsen und Wim Hazeu.

Der Chor brachte die "Kleine Orgelsolomesse" von Joseph Haydn sowie die geistlichen Werke "Jubilate Deo" von Lásló Halmos und "Laudate" von Knut Nystedt zu Gehör. In seiner Predigt stellte der Weihbischof die Frage: "Wer ist Jesus für Dich?" Der bekannte "Speckpater", Werenfried van Straaten vom Hilfswerk "Kirche in Not" habe einmal gesagt: "Zwei Dinge: Gott ist immer besser, als Du denkst. Und die Leute sind immer besser, als Du denkst." Der Oberhirte fragte: "Glaubst Du wirklich an Jesus, und wo steht er auf Deiner Werteskala? Und lässt Du Dir etwas von ihm sagen?" In den Niederlanden sei festzustellen, dass man immer mehr Buddhafiguren und weniger Kreuzbilder antreffe. Buddha sitze da allein in seiner Meditation.

"Wenn man aber das Kreuz anschaut, sieht man einen leidenden Mann, der mit uns leidet." Ein Schwerkranker habe dem Bischof gesagt: "Ich habe auf Jesus am Kreuz geschaut und viel Kraft erfahren." Der Weihbischof lud die Gläubigen ein, jeden Tag nur eine Minute das Kreuz anzuschauen. Der Heilige Arnold Janssen habe jeden Mittag auf den Knien die 14 Stationen des Kreuzweges gebetet.

Durch das Kreuz erfahre man Kraft, Geduld, Leidensfähigkeit und Heil. Nach dem feierlichen Segen mit dem Segenskreuz, darin ist ein Partikel des Heiligen Kreuzes von Jerusalem enthalten, gab es unter den Klängen des Kranenburger Musikvereins da

Quelle: RP
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