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Kalkar-Appeldorn
Der Wissel-Bus schadet Schule in Appeldorn

Kalkar-Appeldorn. Der Kalkarer Kämmerer Stefan Jaspers hatte bei der Einbringung des Doppelhaushalts 2016/17 eindringlich darauf hingewiesen, dass Kalkar sparen muss. Unter anderem auch an den Schulgebäuden, von denen mehrere intensiv zu sanieren wären - wenn man sich nicht sogar von einem oder zwei trennen wollte. Das betrifft nicht nur die Hauptschule oder die innerstädtische Grundschule, falls die ins Hauptschulgebäude übersiedelt, das könnte bald auch auf die Appeldorner Grundschule zutreffen. Denn wenn fürs kommende Schuljahr auch genügend Anmeldungen vorliegen - wie das in den kommenden Jahren aussehen wird, ist zweifelhaft.

Wer Hintergründe zum Thema Kalkarer Grundschulen hören will, braucht Norbert van de Sand, langjähriger Kommunalpolitiker und früherer Rektor der Josef-Lörks-Grundschule, nur anzusprechen. Der früherem Ratsherr sagt ganz klar: "Das drohende Aus der Grundschule Appeldorn wurde ausdrücklich durch den Rat mit Steuergeldern gefördert. So wurde seit den Herbstferien eine zusätzliche Haltestelle an der Alten Molkerei in Niedermörmter unmittelbar an der Grenze von Appeldorn eingerichtet, damit die Kinder aus Niedermörmter ganz bequem und kostenlos - gefördert mit Steuergeldern - zur Grundschule Wissel fahren können." So schreibt es van de Sand auf seiner homepage "hönnepel.de". "Wen wundert es dann, dass die Anmeldezahlen in Appeldorn ständig sinken?" Würden die Kinder aus Niedermörmter im viel näheren Appeldorn beschult, hätte langfristig jede Schule eine Klasse in gesunder Größe, jeder Schulstandort wäre sicher. "Es wundert mich überhaupt nicht, dass es so weit gekommen ist. Das hat sich die Politik selbst zuzuschreiben", sagt der Pensionär. Mancher schimpft durchaus, van de Sands negative Stellungnahmen würden das Aus für die Schule eher noch anheizen. Aber der so Kritisierte versichert, er wolle zugunsten der Familien lediglich alles tun, um die wohnortnahen Schulen zu erhalten.

Was ihn wurmt: "Die Politik spricht unisono immer vom Prinzip ,kurze Beine, kurze Wege' - gehandelt wird aber anders. Und das rächt sich eben irgendwann."

(nik)
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