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Kleve/Rindern
Deutsche Filmpremiere in Rindern

Kleve/Rindern. Am Sonntag wurde der polnische Film "Der Kurier des Kardinals" gezeigt. Von Ann-Lea Woitge

Der Film "Der Kurier des Kardinals" hatte am Sonntag, kurz vor dem EM-Achtelfinale Deutschland gegen die Slowakei, seine Filmpremiere in der Wasserburg Rindern. Er handelt von dem deutschen Wehrmachtssoldaten Urban Thelen aus Wilden bei Aachen, welcher im Zweiten Weltkrieg an der polnischen Front eingesetzt wurde. Er war ein streng katholischer Mensch, weshalb er es sich zur Aufgabe gemacht hatte, polnisch-kirchliche Schätze vor der Zerstörung zu retten. Trotz der Gefahren, denen er sich zu Hitlers Zeiten ausgesetzt sah. Seine größte Aufgabe war es, die Reliquien des heiligen Adalberts - Bischof von Prag und christlicher Missionar bei den Ungarn und Preußen und Märtyrer - zu beschützen.

Nachdem der circa 41-minütige Film in Polen bereits mehrmals im polnischen Fernsehen gezeigt wurde, hat er dort großes Ansehen erlangt. "Seit über sechs Jahren arbeitet die Wasserburg schon mit unseren Nachbarn aus Holland zusammen. Daher ist es mir auch wichtig, die Kontakte zu unseren anderen Nachbarn aus Polen zu pflegen", sagt Dr. Kurt Kreiten, Direktor der Wasserburg. Auch Bürgermeisterin Sonja Northing sei es eine "große Ehre, dass die deutsche Premiere des Films in Kleve" stattfand. Die enge deutsch-polnische Verbundenheit komme in diesem Film besonders gut zur Geltung. "Es ist mir ein großes Anliegen, in Zukunft diese enge Verbindung zwischen der Stadt Kleve und ihren polnischen Mitbürgern weiterhin zu fördern und zu begleiten", sagt Northing. Die polnische Gemeinde sei die zweitgrößte "ausländische Gruppe" in Kleve. Dass die Premiere in Kleve stattfand, liegt daran, dass ein Teil des Filmes in der Unterstadtkirche Kleve gedreht wurde.

Neben der Klever Bürgermeisterin waren am Sonntag auch Kreisdechant Propst Johannes Mecking, Wladyslaw Pisarek, Kreisvorsitzender des Bundes der Polen in Deutschland für Kleve, Andrzej Dudzinski, Konsul der Republik Polen aus Köln, und Regisseur Andrzej Machnowski vertreten. "Der Film erreichte in Polen sehr viel Aufmerksamkeit. Daher ist es ein Segen, dass er in Deutschland auch gezeigt werden konnte", erzählt der Regisseur. Denn neben der Heldengeschichte Thelens mache der Film die Beziehung zwischen Deutschland und Polen deutlich. "Letztendlich ist es das Zwischenmenschliche, was den Film ausmacht."

Quelle: RP
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