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Kreis Kleve
Die Chancen des Kreises diskutiert

Kreis Kleve. Tag der Logistik mit einem Fachleute-Treffen bei der BLG in Emmerich.

"Logistik und Arbeitsplätze - das passt gut zusammen." Mit diesem Fazit von Arno Ziegler, Direktor Operations West der BLG Handelslogistik, zeigten sich die Interessierten am "Tag der Logistik" einverstanden. Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve hatte sich ein kleiner Streifen der mit 80.000 Quadratmetern Fläche riesigen BLG-Lagerhalle zum Veranstaltungsort gewandelt, an dem Fachleute aus der Welt der Logistik Perspektiven und Chancen des Kreises Kleve diskutierten.

Ein Verantwortlicher von Konica Minolta war vertreten, die Industrie- und Handelskammer, die Logistikinitiative Duisburg-Niederrhein, die Kreis-WfG wie auch die Stadt Emmerich am Rhein, die mit Bürgermeister Johannes Diks den Moderator stellte. "Emmerich mit seinen 250 festen BLG-Arbeitsplätzen ist einer unserer erfolgreichsten Standorte", ließ Ziegler wissen. Er bedauere, dass sich nicht mehr junge Menschen um einen Ausbildungsplatz beim Bremer Logistik-Riesen bewerben

In kurzen Zügen ließ der BLG-Manager die Phasen der Entscheidung für den Niederrhein Revue passieren. Zunächst sei die Region irgendwo zwischen Koblenz und Emmerich am Rhein ins Visier genommen worden. Dann habe man sich den tri-modalen Standort mit Schiene, Straße und Wasserweg genauer angeschaut. Die Überzeugungsarbeit von Stadt und Wirtschaftsförderung habe ebenfalls gepunktet.

"Nun weiß jeder, dass Emmerich ein guter Logistik-Standort ist", strahlte denn auch Moderator Diks, der immer noch 125.000 Quadratmeter Fläche im Angebot hat und dies in seinem "Werbeblock" auch unterzubringen wusste.

Weltmarken wie Adidas, Tchibo, IKEA, BMW und Konica Minolta gehören zum Kundenstamm der BLG. Und für letztere, Konica Minolta, betreibt die BLG von Emmerich aus das europäische Distributionscenter. 80 Prozent vom Vertriebsvolumen, so verriet Winfried Hennemuth als Senior Manager von Konica Minolta, geht in der Rheinstadt "über die Rampe".

Nach Ansicht von Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers ist der Hafen in Emmerich "das" große Plus des Standortes.

Für Ocke Hamann, Geschäftsbereichsleiter der Niederrheinischen IHK, biete gerade die Wasserstraße noch freie Kapazitäten für den Transport.

Auch Dr. Franz Steltemeier, Fachmann der Logistikinitiative Duisburg-Niederrhein, sieht in naher Zukunft ein deutliches Anwachsen der Verkehrsprobleme für die Straße.

Umso mehr erwartet er die Zunahme von Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich der Logistikwirtschaft. Im Kreis Kleve sind es derzeit etwa 4.000 Jobs, die diesem Segment zuzuschreiben sind. 4.000 Gründe also, diesen Aktionstag der Bundesvereinigung Logistik zu nutzen.

Quelle: RP
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