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Kleve
Die Eckpunkte zum Minoritenplatz

Kleve: Die Eckpunkte zum Minoritenplatz
Das Luftbild zeigt den breiten "Park" mit seinen Wasserspielen entlang der Hafenstraße, ein kleines Terrain zwischen Volksbank und neuem Rathaus ist vom einstigen Parkplatz an der Minoritenstraße, die die Stadt vierspurig durchschnitt, übrig geblieben (das Bild unten zeigt die alte Situation in den 1990er Jahren von der Gegenseite). Die mächtige Straße ist verschwunden. FOTO: Evers/Graupner
Kleve. Die CDU tagt morgen zum Thema Minoritenplatz: Die Christdemokraten wollen zusammen mit den Grünen ein Eckpunktepapier erstellen, das eine mögliche Bebauung vorstellt. Von Matthias Grass

Der Minoritenplatz soll bebaut werden. Und das möglichst bald. Darin sind sich nicht nur die politischen Parteien im Rat, sondern auch Bürgermeisterin Sonja Northing einig. CDU und Grüne wollen ein Eckpunktepapier ausarbeiten, wie die Bebauung dieses Platzes aussehen soll. Dabei drücken die Christdemokraten aufs Tempo: Schon am morgigen Dienstag, 12. Januar, wird die Fraktion zum Thema tagen. Eingeladen ist auch der Klever Architekt Friedhelm Hülsmann. Der hatte mit seinem Kollegen von den Hamburger nps-Architekten, Ekkehard Voss, vor geraumer Zeit in der Hochschule ein Modell vorgestellt, das auf breite Zustimmung gestoßen war. Die Hamburger nps-tchoban-voss und das Klever Hülsmann&Thieme-Team hatten die Hochschule geplant.

Ähnlich kleinteilig wie das "Fingermodell" von Hülsmann mit schmalen Bauten auf dem Platz stellt sich auch die CDU eine Bebauung vor. "Die Stimmung ist offen. Viele sind froh, dass wir einen Neuanfang für die Fläche in Angriff nehmen", sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing. Man wolle aber kein großes Gebäude auf dieser Fläche sehen. "Die Tendenz geht ganz klar in Richtung kleinteilige Lösung. Aber eins ist ganz sicher: wir wollen dort bauen", unterstreicht Gebing.

FOTO: Gottfried Evers

Die Vorschläge, die die CDU-Fraktion morgen sammelt, werden dann mit den Grünen abgestimmt und zu einem Eckpunktepapier ausgearbeitet, erklärt Gebing den Weg.

Danach müsse geklärt werden, wer den Bürgern diese Eckpunkte vorstellt. "Wenn es eine Bürgerversammlung der Stadt werden sollte, müssten wir mit dem Eckpunktepapier zuerst in die Gremien, beispielsweise in den Fachausschuss", sagt Gebing. Das wären dann der Ausschuss für Kultur- und Stadtentwicklung oder der Bauausschuss. Wenn es eine von CDU und Grünen organisierte Bürgerbeteiligung wird, könnte man auch schon vorher die Ideen vorstellen.

Damit ginge das Projekt um den Platz, den es eigentlich gar nicht gibt, in den Endspurt. Das Gelände hat sich inzwischen gravierend verändert: Auf einem Luftbild aus den 1990er Jahren, die Landesversicherungsanstalt an der damaligen Rampenbrücke ist gerade in Bau, zerschneidet die Minoritenstraße vierspurig die Stadt. Dort, wo am zugewachsenen Ufer des Kanals einige Häuser entlang der Werfstraße stehen, ist jetzt der Volksbankbau. Gegenüber, wo damals Parkplätze unterhalb der Rampenbrücke lagen lagen, steht das Hotel.

Neben der überbreiten Minoritenstraße lag ein unbefestigter Parkplatz, gesäumt von Pappeln. Dieser Parkplatz an der Minoritenstraße führte schließlich zum Namen Minoritenplatz, den es postalisch gar nicht in Kleve gibt - vielleicht wird ja die derzeit noch als Herzogplatz gehandelte Fläche vor der Volksbank künftig sogar Minoritenplatz heißen, munkelt man in CDU-Kreisen.

Heut zeigt ein Blick auf den Platz zwischen Volksbank und Rathaus, wie grundlegend sich die Lage durch die neue Stadtplanung geändert hat: Die vierspurige Straße ist weg, ein breiter grüner Park mit einer zwei- bis dreireihigen Baumallee von Haus Koekkoek bis zum Kanal nimmt die beiden Fahrbahnen der Hafenstraße auf und zeichnet den Weg des Wasserspiels, das von Koekkoek bis zum Kanal führen soll.

Die bebaubare Fläche, um die sich die Fraktionen von CDU und Grünen jetzt Gedanken machen, ist vergleichsweise klein: Es bleibt die Fläche zwischen Deutscher Bank und einer Linie zwischen den gebäudekanten von Rathaus und Volksbank.

Quelle: RP
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