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Kleve
Die Gesamtschule Kleve macht Abitur

Kleve: Die Gesamtschule Kleve macht Abitur
Das Schulleitungsteam: Marcus Kohlen, Stefan Püplichuisen, Schulleiterin Rose Wecker, Ute Overbeek und Stephan Devriel (von links). FOTO: cat
Kleve. Die ersten Schüler stehen vor dem Ende ihrer schulischen Laufbahn. 75 wollen Abi machen. Von Marc Cattelaens

Sechs Jahre gemeinsamen Lernens liegen bald hinter den Schülern der Gesamtschule Kleve, die nun die ersten Abschlussklassen bilden. 2012 war die Gesamtschule als Neugründung aus der Ganztagsrealschule an der Hoffmannallee hervorgegangen. "Viel ist geschehen, seitdem wir uns damals auf den Weg gemacht haben. Wir haben jetzt 940 Schüler, und mit Ende dieses Schuljahres erreichen wir eine entscheidende Etappe: Die ersten Schüler werden uns verlassen", sagt die kürzlich auf Jürgen Schmitz gefolgte Schulleiterin Rose Wecker.

So stellt sich die Situation zum Ende des Jahrgangs 10 dar: Rund 40 Schüler werden die Gesamtschule Kleve mit einem Hauptschulabschluss verlassen. Rund 40 streben die Mittlere Reife an. Diese 90 Schüler wollen anschließend eine Berufsausbildung beginnen. Mindestens 75 von den insgesamt 165 Schülern im Jahrgang 10 werden weiter die Gesamtschule Kleve besuchen, da sie die Fachoberschulreife mit Qualifikation erreichen und damit in die dreijährige gymnasiale Oberstufe übergehen können. Das Ziel lautet: Abitur.

Diese Zahlen wertet das Schulleitungsteam als vollen Erfolg. "Wir werden zahlreiche Schüler zu einem höheren Bildungsabschluss führen, als dieser nach der Grundschulempfehlung zu erwarten war", sagt Rose Wecker. Rückblick: 50 Prozent der Schüler hatten eine Empfehlung für Haupt- oder eingeschränkt Realschule, als sie die vierte Klasse verließen. "Jetzt gehen 25 Prozent der Schüler hier mit einem Hauptschulabschluss ab. Das ist eine gute Quote", sagt Abteilungsleiter Marcus Kohlen. Auch im Landesdurchschnitt stehe die Gesamtschule mit dem Ergebnis, dass fast die Hälfte der Schüler die Oberstufe besucht, gut da, betont das Leitungsteam.

"Unsere größte Stärke ist, dass die Schüler hier keine Frustrationserlebnisse haben. Sie dürfen dort bleiben, wo sie sind", sagt der Didaktische Leiter Stefan Püplichuisen. Das Team verweist auf weitere Besonderheiten, die aus ihrer Sicht entscheidend für das gute Abschneiden der Klever Gesamtschüler sind. Projekt- und im Stundenplan verankerte Vertiefungskurse, in denen Schüler in ihren schwachen Fächern gezielt gefördert werden, ohne dass die Note dabei fürs Abitur zählen würde. Informatikkurse in der Oberstufe. Niederländisch als Schwerpunkt ab Klasse 6. Sport als Abiturfach. Hinzu kommen vier Stunden pro Woche fächerübergreifende Projekte ab Klasse 5. Eine weitere Besonderheit: Entsprechend des gewählten Schwerpunkts gehen die Schüler der neunten Klasse einmal pro Woche in regionale Unternehmen. "Die Schüler erhalten regelmäßige Rückmeldungen über ihren aktuellen Lernstand. Dabei erfahren sie auch, was sie verbessern müssen, um einen höheren Abschluss zu erhalten", sagt Wecker.

Heute ab 19.30 Uhr gibt es einen Infoabend für die Eltern der derzeitigen Schüler. Eingeladen sind aber auch alle Eltern, deren Schüler noch nicht an der Gesamtschule Kleve angemeldet sind. Schüler der Jahrgänge 10 anderer Schulen können sich jederzeit mit ihrem Halbjahreszeugnis bewerben.

Quelle: RP
 
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