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Kleve
Die Geschichte einer Schule

Kleve: Die Geschichte einer Schule
Druckfrisch wird die Festschrift im Altbau präsentiert von (vorderen Reihe v . l.): Nick Scholten (6 c), Anna Kazmierczak (6 c), Gökhan Balli (7 b); (hinten v. l.) Susanne Bauer, Nils Looschelders (beide Lehrer), Timo Bleisteiner (Schulleiter), Melina Verheyen (stellv. Schülersprecherin), Uschi Vogt (Sparkasse Rhein-Waal) und Georg Lettmann (stellv. Schulleiter). FOTO: M. v. Offern
Kleve. Das Freiherr-vom Stein-Gymnasium bringt zu seinem Jubiläum eine Festschrift heraus. Auf 164 Seiten wird auf das 200jährige Bestehen der Schule geblickt. Schüler, Lehrer, Ehemalige und eine Historikerin haben daran mitgewirkt. Von Peter Janssen

Die Kunst des Weglassens war hier gefordert. Wer in einer Festschrift einen Zeitraum von 200 Jahren wiedergeben will, muss sich beherrschen. Die Herausforderung haben Susanne Bauer und Nils Looschelders bewältigt. Sie sind Lehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Kleve und waren für die Zusammenstellung der Chronik anlässlich des 200jährigen Schuljubiläums verantwortlich. Die Pädagogen haben viel Zeit für die Geschichtsrecherche investiert. Mehr als ein Jahr haben sie nach Historischem gesucht. Die Suche war erfolgreich. Es wurde wesentlich mehr gefunden, als die Ansichtskarten, die nahezu neben jedem Text stehen, wenn es um die Historie des Gymnasiums geht. 164 Seiten umfasst das Werk, das jetzt vorgestellt wurde.

Schulleiter Timo Bleisteiner ist stolz auf die Publikation. Auch weil es gelungen ist, diese zu den jetzt bevorstehenden weiteren Jubiläums-Veranstaltungen zu veröffentlichen. Neben reichlich Geschichte habe man, so Bleisteiner, auch ehemalige Schüler gewinnen können, Beiträge über ihre Zeit am Stein zu verfassen. "Es sind Erinnerungen aus unterschiedlichen Zeiten", sagt er.

Umfangreich wird die Geschichte des Gymnasiums erzählt. Susanne Bauer und Nils Looschelders sind dafür durch die Republik gereist. Duisburg, Koblenz in Archiven außerhalb Kleves wurde etwas über die Vergangenheit gefunden. In Koblenz deshalb, weil es in den ersten Jahren nach der Gründung nur wenige höhere Schulen gab und die Akten dort zusammengetragen wurden. In der Region Köln-Aachen waren es etwa lediglich zwei. Das Werk ist in der drei Kapitel unterteil. Neben der Geschichte mit den Schwerpunkten Ende der Weimarer Zeit bis zum Beginn des Nationalsozialismus wird das 150jährige Bestehen noch einmal dargestellt, wie auch der Festakt dieses Jahres. Der zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Geschichte des Schulgebäudes. Ebenso wird auf zahlreichen Bildern Lehrerkollegien im Wandel der Zeit präsentiert. Für ehemalige Schüler dürften diese Seiten für geteilte Freude sorgen. Was hingegen den letzten Teil des Kapitels betrifft, so ist dieser vor allem für Familien ein Grund, die Festschrift zu erwerben. Alle Klassen des Schuljahrs 2017/18 sind hier abgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich ebenfalls mit der Gegenwart: Die Bereiche Soziales und Sport gehören dazu.

Die Festschrift ist kein Heft, das sich ausschließlich mit der Geschichte befasst. Es befriedigt nicht allein nostalgische Gefühle, sondern bildet ebenso das aktuelle Geschehen am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ab. Bereits das Cover macht dies deutlich, wo kein Altbau abgebildet ist, sondern die Schüler. Dass diese über die Bildung hinaus weitere bedeutende Bereiche kennenlernen, wird in dem Heft ebenfalls deutlich, wo über das soziale Engagement berichtet wird. Auch der erhebliche Zeitaufwand der beiden Pädagogen für die Erstellung der Festschrift zeigt, dass es in der Schule nicht allein die Freude am Lernen geht.

Quelle: RP
 
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