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Kreis Kleve
Die Grünkohlwoche im Kreis ist eröffnet

Kreis Kleve: Die Grünkohlwoche im Kreis ist eröffnet
Start der Grünkohlwoche mit Angelika Hoffmann, Anne Verhoeven, Chantal Skwara, Hans-Josef Kuypers, Margret Linssen, Ferdinand Thoeren, Renate Fürtjes, Dirk Möcking Nicole Thissen und Heinz Borghs, von links. FOTO: Binn
Kreis Kleve. Im Familienbetrieb Haus Thoeren in Aldekerk wurden gestern verschiedene Spezialitäten mit dem Wintergemüse angeboten. Insgesamt machen etwa 50 gastronomische Betriebe im Kreis Kleve mit. Und eine Fortsetzung folgt. Von Bianca Mokwa

Grün, kraus, nahrhaft, eine Woche lang steht der Grünkohl im Mittelpunkt des gastronomischen Geschehens im Kreis Kleve.

Gestern lud Bürgermeister Dirk Möcking zum Auftakt in seine Gemeinde Kerken. Allein fünf Betriebe beteiligen sich dort an der von der Kreiswirtschaftsförderung ausgerufenen Grünkohlwoche. Insgesamt sind es etwa 50 Betriebe kreisweit. "Vom Hotel bis zum Lokal um die Ecke", sagt Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers über die Bandbreite der teilnehmenden Betriebe. Offensichtlich habe man eine Lawine losgetreten, so der Geschäftsführer der DEHOGA, Thomas Kolaric. Denn angefangen hatte die Grünkohlwoche vor fünf Jahren mit 24 Betrieben, seitdem hat sich die Anzahl verdoppelt. Kuypers erinnert daran, wie alles angefangen hatte. Der Kreis Kleve soll als Tourismusregion vorgestellt werden, auch kulinarisch. Im Frühjahr lockt der Spargel zahlreiche Menschen in die Region. Und im Winter? Überlegt wurde, was typisch sei für die Region. Der Grünkohl wurde zum typischen Wintergemüse erkoren, und steht seitdem eine Woche lang auf vielen Speisekarten der Gastronomen. Unterstützt wird die Initiative von der Fleischerinnung, denn Mettwurst oder Kassler von den Fleischereifachgeschäften gehöre einfach dazu, sagt Heinz Borghs von der Fleischerinnung. Für Margret Linßen vom Stadtmarketing der Stadt Straelen haben Spargel und Grünkohl übrigens viel gemeinsam: "Beides schmeckt nach mehr."

Und dass es mehr gibt, als Grünkohl untereinander mit zünftiger Mettwurst und Kasseler, das bewiesen die Köche vom Haus Thoeren in Aldekerk beim gestrigen Probeessen. "Die kann was", lautet das Lob von Bürgermeister Möcking zur Grünkohl-Birnensuppe. Extra vegetarisch, ohne Speck, wurden die Muffins bei Thoeren zubereitet. Zu der herzhaften Backwarenvariante wurde ein fruchtiges Aprikosen-Tomaten-Chutney gereicht. Das Rezept dazu findet sich in der Broschüre, die eigens für die Grünkohl-Woche angefertigt wurde. Dort ist unter anderem nachzulesen, warum Grünkohl ein "Superfood" ist, sozusagen der Superheld unter den Gemüsesorten. So viel sei verraten, es liegt an den vielen Nährstoffen und Vitaminen, die in dem krausen Wintergemüse versteckt sind. Die informative Broschüre liegt in allen teilnehmenden Kerkener Gastronomiebetrieben aus, im Rathaus und bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve. "Gemeinde Kerken - Einfach lebenswert" ist sie überschrieben. Wirtschaftsförderer Kuypers fand so viel Initiative "einfach lobenswert".

Möcking lobt die Grünkohl-Woche als "gute Möglichkeit für Betriebe, um sich bekannt zu machen". Jedes Jahr findet die Saisoneröffnung in einer anderen Kommune statt.

Mit dabei waren bereits Kranenburg, Uedem, Straelen, Winnekendonk und seit gestern Kerken. Der Kreis Klever Wirtschaftsförderer ist optimistisch, dass die Erfolgsgeschichte des Grünkohls weitergeschrieben wird. Kann er auch. Für sie Saisoneröffnung im kommenden Jahr hat sich bereits der Wochenmarkt Geldern beworben.

Aber erst einmal darf der diesjährige Grünkohl genossen werden, egal, ob klassisch mit Mettwurst, als fruchtig-herbe Suppe oder verpackt in einem fluffigen Muffin. In diesem Jahr wurde deutlich: Grünkohl ist nicht nur lecker, sondern durchaus auch sehr wandelbar.

Quelle: RP
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