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Kleve-Kellen
Die Heimkehr eines Jubilars

Kleve-Kellen: Die Heimkehr eines Jubilars
FOTO: Stade, Klaus-Dieter (kds)
Kleve-Kellen. Pfarrer em. Theo Boymann feierte einen Dankgottesdienst an seiner alten Wirkungsstätte in Kellen. Von Werner Stalder

Das goldene Messgewand, das Pfarrer em. Theo Boymann beim Dankamt in der St.-Willibrord-Pfarrkirche in Kellen trug, deutete auf einen festlichen Anlass hin. Der Geistliche feierte sein Goldenes Priesterjubiläum dort, wo er von 1981 bis 2006 fast 25 Jahre wirkte, zunächst in St. Willbrord Kellen, dann in Hl. Dreifaltigkeit Kleve, mit den Ortschaften Kellen, Warbeyen und Griethausen. Zu Beginn sagte Pfarrer Michael Eiden, Pastor Boymann habe vieles in der Gemeinde bewirkt.

Gewaltige Orgelklänge, Blumenschmuck und Kerzen, eine große Messdienerschar, ein jubilierender Kirchenchor, zahlreiche dankbare Gläubige - alles vereinigte sich zu der würdigen Eucharistiefeier. "Das ist nicht mein Fest, sondern das Fest Jesu Christi", sagte der Goldjubilar, der zusammen mit den beiden indischen Priestern, Pastor Shanthi Annimalla und Pastor Davis Puthussery sowie den Diakonen Klaus Venhofen und Frank Wietharn am Altar stand.

In seiner Predigt warf Pfarrer Boymann, der gestand älter, müder, aber Gott sei Dank auch milder geworden zu sein, einen Blick auf die Grundvollzüge von Kirche in den 25 Jahren "Int Leeg". Dazu gehörte die Verkündigung in der Predigt und sehr gerne in der Schule: "St. Willibrord war mein Vorbild des Verkünders." Nichts war dem Jubilar wichtiger als der Gottesdienst. Hinzu kam der Dienst am Menschen und an der Welt. Dabei nannte er: Hungermarsch, Bischof Gottau, Benin, Eine-Welt-Läden, Frau van Gellecom, Kleiderkammer, Asylanten, Klosterpforte und Selfkant. Ein weiterer Punkt waren die Verbundenheit und der Zusammenhalt in Pfarr-, Senioren- und Jugendheimen, Kindergärten, Verbänden, Gruppen und Initiativen. Ein starker Aspekt für ihn war die Ökumene, wie er ausdrücklich betonte. Verwaltung sei seine größte Schwachstelle gewesen. Deshalb ging sein Dank an die dafür Verantwortlichen.

Im Namen des Seelsorgeteams sprach Pastor Shanthi Annimalla Pastor Boymann zum Goldenen Priesterjubiläum herzliche Glückwünsche aus. Er nannte Bezüge zu Schriftstellen, um dem großartigen Jubiläum und der Berufung zum Priester vor 50 Jahren gerecht zu werden. Dabei zitierte er den Psalm 126, in dem es heißt: "Der Herr hat Großes an mir und uns getan. Des sind wir fröhlich." Theo Boymann habe spüren lassen, dass die Aufgabe, Priester zu sein, wertvoll sei, damit der Glaube nicht austrockne und die Hoffnung, die in Christus liege, nicht versiege.

Heinz Welbers, Monika Pastoors und Elisabeth Pasedag berichteten in einem Wechselgespräch über die Höhepunkte von Pastor Boymann in St.-Willibrord Kellen und Heilige Dreifaltigkeit "Int Leeg". Zu jedem der Punkte fügten sie eine Blume zu einem Strauß zusammen. Mit dabei war auch die in Kellen bekannte "Bohnenstange", eine originelle Idee, "damit man einen in der Menge erkennen kann." Und so schilderten die Drei den Pastor als einen "Willibrord-Fan", sein Engagement beim Hungermarsch, bei Baumaßnahmen und den berühmten "Bleistiftskizzen", bei der Zusammenführung der Gemeinden mit dem Namen "Int Leeg", sein soziales Engagement, Stichwort Asylbewerber, die Kreuzwege und Wegekreuze, die Ökumene und seine große Krippen-Schafsammlung.

Im Willibrordhaus bildete sich eine lange Schlange von Gratulanten, die dem Seelsorger, der viele Spuren hinterlassen hat, dankten.

Quelle: RP
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