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Kreis Kleve
Die schönste Beratungsstelle im Land

Kreis Kleve. Zwei Mitarbeiterinnen der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle präsentierten mit einer gekonnten Aufführung die Angebote und das Team der EFL in Goch. Es herrschte große Freude über die hellen und offenen Räume. Von Maria van de Sand

Rundum zufrieden mit den neuen Räumlichkeiten der EFL (Ehe-, Familien- und Lebensberatung) des Bistums Münster in Goch zeigten sich bei der Einweihung alle Beteiligten: Weihbischof Wilfried Theising, Stephan Billen, der Leiter der Beratungsstelle, Dr. Markus Wonka, Leiter der EFL-Stellen im Bistum Münster, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Goch, Gabi Theissen, sowie zahlreiche Besucher und nicht zuletzt die Mitarbeiterinnen selbst. Irmgard Heimbach und Inga Veeger zeigten sich eigens zur Einweihung in etwas anderer Manier, nämlich komödiantisch-süffisant als Reinigungskräfte verkleidet, statt wie gewohnt in Familienangelegenheiten oder Lebensfragen beratend zur Seite stehend.

Wonka eröffnete den Tag mit einer kurzen Rede. Er sprach darüber, wie wichtig es sei, dass Menschen Türen offen stünden. In verschiedenen Lebenslagen müssten sie sich der Realität stellen, um dann wieder neu Hoffnung finden zu können. Wonka wünschte, dass Hilfesuchende in den neuen Räumlichkeiten eine Art Schutzraum sähen und Beratende sie individuell und gut unterstützen könnten. Anschließend dankte er dem Bistum Münster für die Gelder, die zur Verfügung gestellt worden sind.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Goch, Gabi Theissen, schloss sich seinen Worten an. Sie hob hervor, dass in der heutigen Gesellschaft Menschen sogar in ihrer Freizeit zunehmend unter Druck stünden. Eine Einrichtung wie die EFL übernehme daher wichtige Aufgaben.

Und dann war es auch schon so weit: Weihbischof Wilfried Theising nahm seinen Weihwasserkelch in die Hand und segnete, was zu segnen war: nicht nur die hellen Räume der neuen Beratungsstelle, nein, besonders alle Anwesenden. Er erklärte, dass Kirche sich vor allem in der Begegnung vollziehe. "Es geht nicht darum, das Material wie Stühle oder Wände zu segnen, sondern um die Menschen, die beraten, und um die, die Hilfe suchen, dass sie spüren: Hier wird mir geholfen", sagte der Weihbischof. Kirche müsse genau da sein, wo Menschen in Krisen oder bei Problemen Hilfe bräuchten, eben dort, wo das konkrete Leben stattfinde.

Das konkrete Leben bot sich nach der Segnung in Form eines Mini-Bühnenstücks dar. Irmgard Heimbach, Beraterin der EFL, und Sekretärin Inga Veeger unterhielten sich gekonnt witzig und doch auch informativ im Reingungskräfte-Outfit über das Team und die Angebote der EFL.

Es wurde deutlich, dass hier jeder mit seinen individuellen Problemen und Fragestellungen, ob als Paar, Familie oder alleine, willkommen ist und keine Informationen an Dritte weitergegeben werden.

Zum Schluss erklärte Stephan Billen, warum Goch nun die schönste EFL-Stelle im ganzen Land habe. Einer der zahlreichen Gründe seien die wunderschönen Bilder, die Juliana Heidenreich vom Gelderner EFL-Team der neuen Beratungsstelle zur Verfügung gestellt hatte. Diese Geste sei auch ein Beweis für die gelebte Kollegialität untereinander.

Quelle: RP
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