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Kleve
Die slawische Seele erfahren

Kleve: Die slawische Seele erfahren
Große Teilnahme der Bevölkerung am Fest des Hauptpatrons von Polen und Gnesen. FOTO: Privat
Kleve. Eine Klever Delegation war von der bischöflichen Kurie in Gnesen eingeladen, um an dem Fest des heiligen Adalbert teilzunehmen. In einer Audienz traf man den Primas von Polen, Erzbischof Josef Kowalczyk. Glückwünsche von Bürgermeister Theo Brauer überbracht. Von Werner Stalder

Es begann mit einer offiziellen Einladung der bischöflichen Kurie in Gnesen, unterschrieben von den Generalvikaren Weihbischof Wojciech Polak und Weihbischof Bogdan Wojtús zur Teilnahme am Fest des heiligen Adalbert – Wojciech, des Hauptpatrons von Polen und Gnesen, an den Vizepräsidenten des Bundes der Polen in Deutschland und Vorsitzenden der polnischen Gemeinde in Kleve, Wladyslaw Pisarek, und Werner Stalder, RP-Mitarbeiter und ehemaligen Pressesprecher des Internationalen Karl-Leisner-Kreises.

Bürgermeister Theo Brauer autorisierte die beiden Eingeladenen als offizielle Delegation der Stadt Kleve. Die Feierlichkeiten waren mit dem 50-jährigen Priesterjubiläum des Erzbischofs von Gnesen und Primas von Polen, Josef Kowalczyk, verbunden. Großen Anteil an der Betreuung der Gäste aus Kleve hatte der Vizegeneralvikar Prälat Dr. Andrzej Bialczyk, der nicht nur eine Audienz in der Residenz des polnischen Primas ermöglichte, sondern auch die Teilnahme der Klever Delegation als Ehrengäste an allen kirchlichen und außerkirchlichen Ereignissen.

Nach einem Gebet in der Privatkapelle des Primas konnten die niederrheinischen Gäste dem Erzbischof die Glückwünsche, darunter des Klever Bürgermeisters, überbringen. Die geschichtliche Verbindung zwischen Kleve und Gnesen besteht durch die Geburt Kaiser Otto III. 980 im Reichswald bei Kleve. Der Kaiser war der Freund des heiligen Adalbert, der in Gnesen hoch verehrt wird.

Er hatte sich von Rom aus barfuß auf den Weg nach Gnesen gemacht, um dort das Grab seines Freundes Adalbert zu besuchen. Zum ersten Mal fuhren 1980 vierzig Klever nach Gnesen. Seit dieser Zeit sind die Klever als "kaiserliche Delegation" Ehrengäste am Hauptfest des großen polnischen Heiligen. Am Nachmittag des ersten denkwürdigen Tages wurde im Priesterseminar ein umfangreiches Buch "Totus Tuus, Poloniae populus" vorgestellt.

Es behandelt eine Bulle, die Papst Johannes Paul II. vor 20 Jahren zur Neuordnung der Diözesen in Polen erlassen hat. Erzbischof und Primas Josef Kowalczyk war als der langjährige Apostolische Nuntius in Polen maßgeblich an der Umsetzung dieser schwierigen Aufgabe beteiligt. Seinem Lebenswerk ist das Buch, versehen mit zahlreichen Dokumenten und Fotos, gewidmet. Einen guten Freund der deutsch-polnischen Freundschaft in Kleve trafen die Abgeordneten am Vorabend der eigentlichen Feierlichkeiten beim Einzug des polnischen Episkopats in die wunderschöne Gnesener Kathedrale.

Der Altprimas von Polen, Erzbischof Muszynski, hat schon mehrfach die Schwanenstadt besucht. Die wunderschönen Gesänge, aus denen die slawische Seele spricht, ließen die Feier vor dem silbernen Schrein des großen Heiligen zu einem Erlebnis werden.

(RP/rl)
 
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