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Niederrhein
Dietmar Brockes führt weiter die Freien Demokraten am Niederrhein

Niederrhein. Zu ihrem ordentlichen Bezirksparteitag kamen die 80 Delegierten der Freidemokraten des Niederrheins zusammen, um einen Vorstand zu wählen. Überschattet wurde der Parteitag vom Tod des ehemaligen FDP-Bundesvorsitzenden und Außenministers Dr. Guido Westerwelle.

Gleich zu Beginn erhoben sich die Delegierten zu Ehren des Verstorbenen für eine Schweigeminute. Dietmar Brockes erklärte: "Wir sind alle schwer getroffen. Der Parteitag ist für uns heute nicht leicht, doch eine gemeinsame Erinnerung ist ein wichtiger Teil der Trauer." Brockes berichtete von zahlreichen Begegnungen mit dem gebürtigen Bonner, den er nicht nur als charakterstarken Politiker, sondern auch als Freund sehr schätzte.

Als niederländischen Ehrengast begrüßten die Delegierten Onno Hoes, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Maastricht und designierter neuer Vorsitzender der VVD-Süd-Niederlande.

Er würdigte in seinem Grußwort die Verdienste Westerwelles und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Niederrhein und Limburg. Er freue sich, die Arbeit zu intensivieren und beide Regionen wirtschaftlich wie sozial weiter zu verbinden.

In seinem Rechenschaftsbericht legte Brockes die Aktivitäten und Zielsetzungen des Bezirksverbandes dar: "Wir haben in den vergangenen zwei Jahren den europäischen Gedanken in der Grenzregion gepflegt und Grenzen abgebaut, die andere in der heutigen Zeit wieder hochziehen wollen. In der Arbeitsmarktpolitik oder bei Schule und Ausbildung suchen wir nach gemeinsamen Lösungen." Scharfe Kritik übte er erneut an der Autobahnmaut, gegen die die Liberalen mit vielen Aktionen demonstriert hatten. Mit Blick auf die Lage der Freien Demokraten zeigte sich Brockes vorsichtig optimistisch: "Die letzten Wahlen zeigen, die Liberalen sind auf dem richtigen Weg, aber dieser Weg ist noch steinig. Als Partei der Chancen sind wir Freien Demokraten jedoch mit unseren Werten und Ideen ein Kontrastprogramm zu denjenigen, die mit Angst und Unsicherheit Stimmung machen. Angst macht das Denken klein, den Horizont eng und das Handeln kopflos. Wir dagegen bieten eine lösungsorientierte Politik mit einem liberalen Kompass."

Die 80 Parteitagsdelegierten sprachen Brockes für weitere zwei Jahre das Vertrauen aus. Dem Vorstand gehören als Stellvertreter weiter an: Holger Ellerbrock MdL (Duisburg), Joachim C. Heitmann (Krefeld), Dr. Michael Terwiesche (Kreis Wesel); als Schriftführerin Gudrun Grimpe-Christen (Mönchengladbach) und als Schatzmeister Boris Gulan (Kreis Kleve). Neu im geschäftsführenden Bezirksvorstand ist Felix Grams (Junge Liberale, Kreis Viersen), der die niederrheinischen Liberalen künftig als Pressesprecher vertritt.

Quelle: RP
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