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Kleve
Drei Generationen in einem Betrieb

Kleve. Der Maler Peter Janßen Senior hat den Goldenen Meisterbrief erhalten. Sein 1945 gegründetes Unternehmen beschäftigt 45 Mitarbeiter. Die Familientradition geht weiter: Neben Sohn Peter Janßen ist auch Enkel Fynn in der Firma aktiv.

Ein Unternehmen mit Familientradition: Peter Janßen Senior hat von der Maler- und Lackiererinnung Kreis Kleve den Goldenen Meisterbrief erhalten. Während sein Sohn Peter Janßen seit einigen Jahren die Geschicke des Klever Malerbetriebs Janßen lenkt, ist mittlerweile auch Enkel Fynn im Betrieb aktiv. Bei aller Tradition zeichnet sich die Firma besonders durch ihren Innovationsdrang aus. Davon profitieren gewerbliche wie private Kunden gleichermaßen.

Bereits vor 53 Jahren hat Peter Janßen Senior den Meisterbrief der Handwerkskammer Düsseldorf erworben. Aus diesem Anlass wurde ihm jetzt, unfallbedingt mit etwas Verspätung, vom neuen Obermeister der Innung, Theo Dirmeier, der Goldene Meisterbrief überreicht. "Das ist der erste Goldene Meisterbrief, den ich überreichen darf. Es ist mir eine besondere Freude, damit einen Kollegen und Nachbarn aus Kellen auszeichnen zu dürfen", betonte Dirmeier.

Ein persönliches Jubiläum, das gleichzeitig für die Kontinuität des Unternehmens steht. Als Peter Janßen Senior 1963 den Meisterbrief erhielt, war er der jüngste Meister seiner Generation: Er hatte im Alter von 13 Jahren seine Lehre begonnen und nach fünf Gesellenjahren die Meisterprüfung abgelegt. Die Firma, die 1945 von seinem Vater gegründet worden war, gab es damals bereits seit 18 Jahren. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte hat sich aus den Anfängen ein moderner Malerbetrieb entwickelt.

Heute zählt das Unternehmen 45 Mitarbeiter, darunter drei Meister. Der Radius hat sich deutlich erweitert: Bis ins Ruhrgebiet, den Raum Köln/Bonn und die Niederlande sind die Mitarbeiter unterwegs. Einen Schwerpunkt bildet aber nach wie vor der Kreis Kleve. Zu den aktuellen Referenzen zählen das Klever Krankenhaus, das Spoy Palais, das Rilano Hotel und das neue Klever Rathaus.

Bekannt ist die Firma für die Ausführung von Großprojekten: Uni Bochum, Vodafone Campus Düsseldorf, Verwaltungsgebäude Flughafen Düsseldorf, das Glückaufhaus in Essen oder die Spotschule Wedau, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei werden häufig innovative Techniken angewendet: So wurden für die Hauptverwaltung von Schenker in Essen bestimmte Wandflächen als magnetische Flipcharts beschichtet. Diese können jetzt mit abwaschbaren Stiften beschrieben werden.

"Wir sind aber genauso auf Privatkunden und Inneneinrichtungen spezialisiert", betont der Geschäftsführer Diplom-Bauingenieur und Malermeister Peter Janßen. Diese Kompetenz hat das Unternehmen gerade bei einem Renommierprojekt in Bonn nachgewiesen: "Wir haben ein Musterzimmer im Steigenberger Grandhotel Petersberg in Bonn gestaltet, wo in Kürze die Gesamtrenovierung ansteht."

Gleichzeitig ist das Unternehmen auch in Ein- und Mehrfamilienhäusern im Kreis Kleve aktiv. Von aufwendigen Spachteltechniken über Mustertapeten bis hin zu preisgünstigen Gestaltungsvarianten ist alles möglich.

Mittlerweile bietet der Malerbetrieb Janßen auch die komplette Innenrenovierung an. "Wir koordinieren dabei die Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken, ein Verfahren, das sich schon häufig bewährt hat. Vor allem für Privatkunden ist es einfacher, wenn sie nur einen Ansprechpartner für die unterschiedlichen Tätigkeiten haben", sagt Peter Janßen.

Für seine Kunden ist der Geschäftsführer ständig auf der Suche nach Innovationen und kreativen Lösungen. So wird derzeit eine neue Methode zur Fassadenreinigung getestet, die mehrere Vorteile bietet: schneller und kostengünstiger als ein konventioneller Anstrich und Verzicht auf Gerüste.

Auch personell sind die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt. Mit Peter Janßens Sohn Fynn ist jetzt die nächste Generation in die Firma eingestiegen. "Er absolviert derzeit seine Ausbildung bei uns. Ich bin sehr glücklich, dass die Fortführung der Firmentradition damit gesichert ist", betont Janßen. Damit es den Malerbetrieb Janßen noch gibt, wenn er selbst eines Tages den Goldenen Meisterbrief erhält...

Quelle: RP
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