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Kleve
Druckerei Linsen investiert 3 Millionen Euro

Kleve. Fast ein Jahr lang dauerte es, bis die Entscheidung fiel. Jetzt steht sie da, die KBA Rapida 106, das neue Prunkstück der Linsen-Druckcenter GmbH. Rund drei Millionen Euro investierte die Klever Firma in die neue Offset-Druckmaschine und weitere neue Druck-Technologien. Von Marc Cattelaens

"Mit der neuen Maschine können wir etwa 18.000 Bögen in einer Stunde drucken. Das ist schon eine enorme Geschwindigkeit", sagt Firmengründer Willi Linsen (73). Die neue Rapida 106 verfügt über acht Druckwerke und kann gleichzeitig zweiseitig farbig drucken. Die Druckplatten wechselt die Maschine ganz automatisch, sie kann lackieren, stanzen und auch perforieren. "Das ist wirklich eine tolle Technik, über die nicht viele Druckereien in der Region verfügen", sagt Rainer Linsen, der wie sein Vater Willi und Milco Mölders Geschäftsführer des Unternehmens in der Siemensstraße im Gewerbegebiet Nellenwardgen ist.

1982 baute Willi Linsen seinen landwirtschaftlichen Betrieb in Kellen zur Druckerei um. "Wir haben im wahrsten Sinne im Kuhstall bei Null angefangen", sagt der 73-Jährige. 1993 zog die Firma ins Gewerbegebiet um und sein Sohn Rainer stieg ins Geschäft ein. 1995 kam Milco Mölders hinzu. Der Fokus lag von Anfang an auf dem Offset-Druckverfahren, das heute achtfarbig angewandt wird.

Aus den anfänglich drei Mitarbeitern ist heute ein Team aus 40 Festangestellten und 40 Zeitarbeitern geworden, die an fünf Tagen die Woche in drei Schichten arbeiten. 4000 Quadratmeter umfassen die Produktionshallen und Büros der Firma.

"Früher setzten wir ausschließlich die Ideen unserer Kunden nach genauen Vorgaben um. Heute bringen wir uns selbst kreativ ein", sagt Mildo Mölders. Dafür unterhält das Druckcenter Linsen ein eigenes Grafikbüro, eine Werbeagentur und eine IT-Abteilung. Die Kunden kommen hauptsächlich aus der Industrie. Für sie druckt Linsen Kataloge in hohen Auflagen, Zeitschriften, Folder und Flyer. Für einen großen, bekannten Discounter setzt Linsen in Kleve für die Filialen in ganz Deutschland Aufträge im Digitaldruckverfahren um.

Willi Linsen sieht seine Firma für die Zukunft gut gerüstet - nicht zuletzt durch die jüngst getätigte Investition in die Rapida 106. "In unserer Branche herrscht zwar ein harter Konkurrenzkampf. Aber man muss sich seine Nischen suchen", sagt Willi Linsen. Und er ist sich sicher: "Starke Unternehmen wie wir werden überleben."

Quelle: RP
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