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Kalkar-Appeldorn
Edvard Grieg - "recomposed" von Musikschülern

Kalkar-Appeldorn. Auf Burg Boetzelaer in Kalkar-Appeldorn stellen angehende Musikstudenten am 29. September ihre Komposition vor. Von Anja Settnik

/ kreis kleve Die "Muziek Biennale Niederrhein 2016" steht unter dem Motto "Morgen". Verschiedenartige Umsetzungen sind von den regionalen Musikschaffenden gefunden worden - auch der Nachwuchs ließ sich davon beeinflussen. Auf der Appeldorner Burg Boetzelaer wird das Ergebnis des Kompositionsworkshops "Morgenstimmung(en) - recomposed" vorgestellt. Da das Konzert am Sonntagvormittag (25. September) stattfindet, ist es auch für Familien geeignet. Das Ensemble "Musiker von morgen" ist natürlich auch noch jugendlich.

Der Workshop der Kreismusikschule hatte mit einer Notationssoftware gearbeitet - "ein Computerprogramm zu nutzen ist heute beim Komponieren absolut üblich", erklärt Dozent Raimund Philippi, der jetzt gemeinsam mit Thomas Dieckmann, dem Leiter der Musikschule, und Burgherr Maximilian Freiherr von Wendt das Projekt und das daraus resultierende Konzert vorstellte. "Der Verein Burg Boetzelaer ist vor Jahren auf Empfehlung des Kulturraums Niederrhein in die Reihe der Aufführungsorte der Biennale aufgenommen wurde", berichtet der Freiherr, dem diese Publizität sehr lieb ist. Denn die Burg, für deren Wiederaufbau es Landesmittel gab, muss Kulturförderung betreiben und ihren Unterhalt selbst finanzieren - durch einen Hotelbetrieb, durch Vermietungen und Veranstaltungen. Und natürlich passt Musik, gerade Zukunftsmusik, dazu ausgezeichnet.

Edvard Griegs Suite stand Pate für das Stück, das jetzt entwickelt wurde. Da der Komponist schon 1907 starb (mindestens 70 Jahre muss der Tod des Urhebers zurück liegen, um seine Motive nutzen zu dürfen), konnten sich die Nachwuchsmusiker, die demnächst Musik studieren wollen, seiner Ideen bedienen. Ihre kreative Arbeit bestand aber natürlich in der weiteren Bearbeitung. "Weil in der Burg für ein großes Orchester kein Platz ist, bringen wir ein kleines Ensemble mit", erklärt Dieckmann. Die Schüler wussten, dass ihnen als Besetzung Klavier, Violine, Cello, Klarinette und Gitarre zur Verfügung stehen würde - genau dazu passend mussten sie ihr Stück entwickeln. Auch eine Komposition von Philippi wird aufgeführt, zudem die Einzelarbeit eines Schülers.

Karten zum Preis von acht Euro in der Burg und der Musikschule.

Quelle: RP
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