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Kleve
Eigener Chef sein mit Kräuterzucht

Kleve. Michelle Venn (20) berichtet von der Studentenfirma "Taste Sensation". Von Franziska Müllers

Der eigene Chef sein, eine eigene Firma gründen - der Traum vieler Menschen. Studenten der Fontys Hochschule Venlo schnuppern in dieses Gefühl hinein. Das Projekt 'Mini-Company', die Gründung einer eigenen kleinen Firma, gehört zum Programm der "International Business School".

Acht Studenten der Hochschule haben die Firma "Taste Sensation" gegründet, mit einer ausgefallenen Idee für Pflanzenliebhaber und Hobbyköche. Zum Team gehört Michelle Venn aus Straelen-Herongen. Sie hat im Projekt die Rolle der Marketing-Managerin übernommen. "Unser Produkt ist der 'Happy Garden', eine Box aus Bambusholz, in der in sechs Gläschen verschiedene Kräuter herangezüchtet werden", erklärt die 20-Jährige. "Erde, Samen und kleine Holzschildchen sind ebenfalls im Paket enthalten." Unter dem Slogan "Plant your happiness and let it grow!" soll die Box mit den Käufern die Vorliebe für frische Produkte wachkitzeln.

Hinter dem Produkt stecken eine ganze Menge Arbeit, genauste Planung und Kalkulation. "Zunächst brauchten wir die Idee", erzählt Michelle, wie sich die Sache seit Februar entwickelt hat. "Hier hat uns vor allem der momentane Trend inspiriert. Immer mehr Menschen wollen sich bewusst gesund, nachhaltig und frisch ernähren - warum dann nicht die Kräuter zur Verfeinerung einfach selbst anpflanzen?"

Mit Michelle Venn beteiligen sich Johannes Schriefers als Geschäftsführer, Carla Polfers als Stellvertreterin, Kevin Niewalda als Verkaufsleiter, Peter Brockers als Produktionsleiter, Rene Rentsch als Finanzdirektor mit Stellvertreter Julian Stangel, alle aus Nordrhein-Westfalen, und Falco Keiman aus Utrecht als Personalmanager am Projekt.

"Jeder hat seine eigenen Aufgaben in der Firma. Nachdem wir unser Produkt ausgesucht hatten, kam die Marktanalyse ins Spiel. Wir führten mehrere Analysen durch, kalkulierten das Verkaufspotenzial unseres Produktes und setzten unsere Marketingziele fest", so Michelle. "Kostenkalkulation, Produktionsauftrag und natürlich die Finanzierung mussten geregelt werden."

Zur Finanzierung musste jedes Teammitglied Aktien im Wert von jeweils 20 Euro verkaufen, um das Startkapital zu erreichen. Wenn es bis zum Ende des Projektes im Februar 2016 gut läuft, können Gewinne erzielt werden, die dann an die Aktienkäufer ausgezahlt werden.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben sich die Studenten noch etwas Besonderes überlegt: Sie veranstalten unter den Käufern der Boxen eine Abstimmung unter drei gemeinnützigen Organisationen. Diejenige mit den meisten Stimmen bekommt am Ende eine Spende über zehn Prozent des Profits der Firma.

Quelle: RP
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