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Kranenburg-Mehr
Ein Fest für Fans edler Karossen

"Arden British Day" auf Burg Zelem
"Arden British Day" auf Burg Zelem FOTO: Stade, Klaus-Dieter
Kranenburg-Mehr. Der Unternehmer Jochen Arden hatte zum "British Day" auf dem Gelände der Burg Zelem geladen. Etwa 150 Besitzer britischer Sportwagen, Oldtimer und Luxusautos folgten seinem Ruf. Eine Fortsetzung ist fest eingeplant. Von Marc Cattelaens

Mit einem sonoren Wummern fährt der rote Jaguar Mark VII vor. Dass das Gras auf dem Gelände rund um die Burg Zelem in Mehr ziemlich hoch steht, macht seinem Besitzer nichts aus. Als der Sechszylinder in den 60er Jahren gebaut wurde, bestand der Straßenbelag meist noch aus Kopfsteinpflaster. Im Vergleich dazu fährt man über eine Wiese geradezu butterweich. Und ein Fortkommen ist mit 3,8 Liter Hubraum und 280 PS unter der Haube bei so ziemlich jedem Untergrund kein Problem.

Der Mark II war einer von rund 150 Autos, die im Schatten der Burg von zahlreichen Besuchern bewundert wurden. Eingeladen hatte Unternehmer Jochen Arden. Beim "British Day" trafen sich Besitzer britischer Sportwagen, Oldtimer und Luxuskarossen. Fans edler und teurer Wagen gaben sich ein Stelldichein und fachsimpelten über ihre meist ziemlich teuren Gefährte. Das hörte sich dann beispielsweise so an: "Ein toller Wagen, den sie da haben." "Danke, das stimmt. Aber er braucht auch viel Pflege. Um nicht zu sagen: Er ist dauernd kaputt." Oder so: "Der ist gar nicht so teuer, wie man meint. Mein Wohnmobil hat mehr gekostet. Gebraucht gibt es den schon für 50.000". Diese und ähnliche Gespräche setzten sich beim gemeinsamen Picknick fort. Ein Cricket-Team aus Moers gab den Besuchern eine Kostprobe seines Könnens.

Die Burg Zelem, seit dem Jahr 2000 im Besitz der Ardens, bot eine prächtige Kulisse für die edlen Wagen. FOTO: KDS

Jochen Arden führte diejenigen Gäste, die von dem Angebot Gebrauch machen wollten, durch seine Burg. Im Jahr 2000 hatten er und seine Frau Gudrun den 1926 in Familienbesitz gekommenen Bau erworben. So wie die Burg Zelem, die 1377 als Lehen vom Grafen Adolf von Kleve-Mark an den Ritter Hermann van Eyll ging, über die Jahrhunderte hindurch immer mal wieder den Besitzer gewechselt hatte. Die Besucher beeindruckten vor allem der große Rittersaal und der Keller mit seinen Gewölben und hellen Sandsteinsäulen. Und natürlich Ritter Kunibert, dessen Rüstung mit Harnisch und Visierhelm die Burgherren mitgebracht haben.

Die Burg bot eine prächtige kulisse für die wertvollen Autos, von denen nicht nur britische Marken vertreten waren. So zog ein grauer Ferrari viele Blicke auf sich. Auch ein beige-farbener Renault Alpine mit seinen schicken Flügeltüren sorgte bei vielen Besuchern für Begeisterung, ebenso ein nobler Rolls Royce. Auch Sportwagen neueren Datums waren beim "British Day" zu bestaunen, etwa ein rotes Jaguar-F-Type-Coupé oder ein schwarzes Cabrio des gleichen Modells. Die beiden Achtzylinder bringen es auf jeweils 380 PS und dürften damit zu den schnellsten Sportwagen gezählt haben, die bei der Veranstaltung zu sehen waren.

Stichwort Jaguar - die britische Marke gehört zu jenen, mit denen sich Jochen Arden seit Jahrzehnten am liebsten beschäftigt. 1972 legte er als 21-Jähriger den Grundstein für das heutige Unternehmen. Karosseriedesign, Innenausbau und Motorenbau sind sein Handwerk. Anfang der 1990er Jahre verlegte der Automobilbauerer seinen Firmensitz von Kleve nach Krefeld. Er handelt und veredelt die Nobelkarosse mit der Katze im Wappen. Seit 1999 konzentriert sich Arden auf die Fahrzeugentwicklung. Neben Jaguar hat Arden auch den britischen Klassiker Bentley im Programm, gibt Range Rovern und Minis eine ganz persönliche Note und auf Wunsch nicht nur ein optisches Tuning.

Er freute sich, dass bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad so viele Gäste den Weg zur Burg gefunden haben. Eine Fortsetzung des "British Day" ist schon fest eingeplant.

Quelle: RP
 
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