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Kranenburg
Ein Festival für die Familie

Kranenburg. 3. Open-Air-Konzert "Rock am Kreis" in Kranenburg: Wetter war ebenso durchwachsen wie das Publikum. Von Monika Hartjes

Das Wetter war zwar eher durchwachsen, als am Samstag das Open-Air-Festival "Rock am Kreis" stattfand, aber das kennen die Kranenburger eigentlich schon und davon ließen sie sich auch in diesem Jahr die gute Laune nicht verderben. "Vor vier Jahren bei der Premiere gab es auch dauernd Schauer. Die Leute sind nach Hause gegangen, haben sich umgezogen und kamen wieder", erzählte Josi Kersten. "Und vor zwei Jahren war es im August, als 'Rock am Kreis' stattfand, kälter als Heiligabend und es war trotzdem gut besucht."

So auch in diesem Jahr, der Platz war gut gefüllt mit Zuhörern, als um 17 Uhr die Klever Band "6/45 a day" begann. Songs von "Sportfreunde Stiller" und "Die Ärzte" kamen an. In diesem Jahr waren viele Eltern mit ihren Kindern gekommen. "Das waren früher weniger, unser Festival ist zu einem Familien-Event geworden", sagte Josi Kersten, die im "Rock am Kreis"-Verein den Posten der Kassiererin innehat. Rund 80 Helfer, die schon beim Aufbau eine kleine Regendusche bekamen, dazu Security und Malteser, sorgten für einen guten Ablauf.

Der Musikmix, den in diesem Jahr insgesamt sieben Bands lieferten, begeisterte Alt und Jung. Nach rund 50 Minuten Vorspiel von "6/45 a day" übernahm "Straight 28",die von Anfang an bei dem Kranenburger Festival dabei sind, mit Coversongs von Anouk, Peter Fox und Coldplay die musikalische Unterhaltung.

Um die Pausen für Auf- und Abbau zu überbrücken, hatte der Verein die "Stüppkesmarkt-Bühne" neben der Hauptbühne aufgebaut, wo zwischendurch Tanzgruppen auftraten und einzelne Musikvorträge stattfanden. "Milltower", die dritte Band, ist von Anfang an dabei und gilt als Urgestein von "Rock am Kreis". Mit Hits wie "Rocking all over the World" und "Smoke on the Water" brachten sie die Zuhörer in Bewegung und so mancher vor allem im mittleren Alter sang textsicher mit. Bei ihrem letzten Song "The Wall" fing es wieder an zu regnen. Doch nur wenige verließen den Platz. Etliche hatten mit Regenschirmen und Regenkleidung vorgesorgt, andere hatten Plastikplanen dabei, ein Paar kroch unter dem Tisch einer Bierzeltgarnitur und die meisten stellten sich auf der Stüppkesbühne und am Getränke- und Imbissstand unter. Es war dort gemütlich eng. "Und so wird einem auch nicht kalt", sagte eine Besucherin.

"Modder gehört zum Festival", meinte Sigrid Schoofs, die jedes Jahr das Festival besucht, auch, weil ihre Familienangehörigen auf der Bühne stehen. Ehemann Heribert ist Sänger und Gitarrist bei "Milltower", Tochter Kathi singt in der Band "Massive Beat".

Und das sehr gut - sie war im Jahr 2013 unter den letzten 24 Teilnehmern bei "Voice of Germany". Die Band bekam für ihren Auftritt reichlich Applaus. Nach "Incolors", die in ihrer Musik die Grenzen zwischen Pop und Metal "verschwimmen" lassen, der Metal-Band "Sacred Groove" und "Massive Beat", schlossen "Killjoy" den Abend mit aktuellen Rock-Hits ab.

Bis etwa zwei Uhr dauerte das abwechslungsreiche Musik-Spektakel. Wem das für die Heimfahrt zu spät wurde, der hatte in diesem Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit, auf der Wiese neben dem Festivalgelände zu zelten. "Fünf Leute mit Zelt und zwei mit Wohnmobilen haben das Angebot angenommen", erzählte Josi Kersten.

Quelle: RP
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