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Kleve
Ein grünes Haus für die Gesamtschule

Kleve: Ein grünes Haus für die Gesamtschule
Ansicht von der Landwehr aus: links nicht im Bild der Neubau, dann mit schrägem Dach die verglaste Mensa und schließlich der grün verkleidete große neue Klassentrakt. Grau die Turnhalle. FOTO: Stadt Kleve
Kleve. Über 22 Millionen Euro wird der Umbau der Wilhelm-Frede-Schule zur neuen Klever Gesamtschule kosten. Aus der einstigen Hauptschule wird ein großer Schulkomplex, der 2018 an die Schüler und Lehrer übergeben werden soll. Von Matthias Grass

Hell und licht soll sie sein, die neue Schule. Freundlich, mit netten Rückzugsecken, mit Räumen, die zum Chillen einladen, mit Flächen als Selbstlernzentrum und solchen, in denen gezielt Schüler gefördert werden können. Kurz: Es soll eine moderne Schule, nach neusten pädagogischen und planerischen Prinzipien werden. 22 Millionen Euro sind für das Vorhaben veranschlagt, das 2018 an Schüler und Lehrer übergeben werden soll.

Auf das von drei historischen Baumalleen umgebene dreieckige Gelände müssen noch weitere Klassen-, Fach- und Lehrerräume gebaut werden, soll eine neue, gläserne Mensa mitsamt einem neuen Foyer entstehen. Die beiden mit der Planung befassten Architekten beim Gebäudemanagement der Stadt Kleve (GSK), Anne Mauch und Klaus Martens, wollen rechts und links an die alte Frede-Schule aus dem Jahr 1975 anbauen, so dass ein mehr als doppelt so großes Gesamtschulgebäude entsteht.

Zur Landwehr hin stellen sie einen großen, dreigeschossigen, über 40 mal 40 Meter großen Block. Der umschließt einen Innenhof, dessen Erdgeschoss überdacht und mit Lichtkuppeln versehen ist. In den darüber liegenden Geschossen werden die Klassen über große Laubengänge erschlossen, die auch Nischen als Treffpunkte bilden.

Der Fachräume-Trakt der Wilhelm-Frede-Schule, der 2008 gebaut wurde. FOTO: gottfried Evers

Die Klassen in allen Bauten sollen künftig so organisiert sein, dass jeweils zwei Jahrgänge Cluster bilden, mit dazugehörigen Fach- und Lehrerräumen. "Jede dieser Abteilungen soll auch einen eigenen Schulhof bekommen", sagt Anne Mauch. Zwischen dem großen Block und dem Frede-Neubau aus dem Jahr 2008 liegt die eineinhalbgeschossig hohe, gläserne Mensa mit dem neuen Foyer, das auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Es wird eine weitere Lehrküche und vor allem eine Frischeküche geben. "Mensa und Aula kann man als einen Raum zusammenschließen - er soll mit dem umliegenden Gemeinschaftsbereich das Herz der Schule werden", sagt Mauch. Zusätzlich gibt's für die Schule eine Kunstinsel und eine "Laberinsel", sagt Mauch.

Die unterschiedlichen Ebenen werden mit Aufzügen erschlossen, so dass die Schule barrierefrei ist, man wird auch - auf Wunsch der Schule - nicht mehr zwischen Mädchen- und Jungentoiletten unterscheiden. Die Oberstufe der Schule liegt zur Wasserburgallee und ist zweigeschossig, während der dreigeschossige Bau deutlich länger ist, als die alten Bauten der Schule, springt der Oberstufenbau nur rund fünf Meter vor. Mit diesem Gebäude ist die Schule von den Neubauten umschlossen.

Verloren geht dabei allerdings der Sportplatz zwischen Landwehr und altem Schulgebäude, für den auch kein Ersatz in Sicht ist. Hier sollen noch Gespräche mit Schule und SV Rindern gesucht werden, die den Platz nutzen, hieß es im Schulausschuss. Verkleidet werden soll die Schule mit grünen Paneelen, sagt der Plan. Allerdings soll das Gebäude an einen Generalplaner vergeben werden, der es dann schlüsselfertig übergibt, hatte Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer den Schulausschuss informiert.

Mit der Gesamtschule kommt ein dicker Brocken zum Schluss, dann fehlt noch die Sanierung des KAG. In den vergangenen Jahren wurden die Marienschule, die Frede-Schule, die Michael-Schule, die Realschule, die Sebus-Grundschule und das Stein von Grund auf saniert. Die Fredeschule, die Realschule, die Michael-Schule, die Christus-Schule und die Sebus-Schule bekamen zudem neue Anbauten oder Trakte.

Quelle: RP
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