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Serie "Bauen & Wohnen" (18)
Ein Haus auf "Nummer sicher"

Kleve. Für viele ist der "Festpreis" die Nummer sicher beim Hausbau. Klaus Helmus und Hubert Geurtz kommen vom Bau und bieten seit geraumer Zeit Häuser zum festen Preis an. Dietmar Tiggelbeck ist Architekt - auch er setzt auf das Festpreisangebot.

Sicherheit ist das Zauberwort. Fester Preis, ein Ansprechpartner, Terminsicherheit und eine schüsselfertige Übergabe. "Wir bieten diese Sicherheiten", sagt Klaus Helmus, Geschäftsführer von Helmus & Geurtz Bau GmbH in Goch. Mit seinem Partner Hubert Geurtz bietet sein Betrieb schlüsselfertiges Bauen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Geurtz und Helmus sind Bauunternehmer, haben sich 1990 mit dem Bauunternehmen selbständig gemacht und bald erkannt, dass viele Häuslebauer die Sicherheit suchen. Sie setzen seit 26 Jahren auf Komplettpakete für Ein- und Mehrfamilienhäuser, entwickeln Baugebiete und verkaufen die dort projektierten Objekte an Investoren und private Bauherrn. Alles unter der Prämisse: "Der Kunde bekommt die Immobilie termingerecht zum Festpreis", sagt Helmus.

Für die Planung ihrer Haustypen kooperieren sie mit Architekten, die für die Bauherren auch individuelle Pläne entwerfen. Die Rohbauarbeiten erstellt das Team von Helmus&Geurtz in Massivbauweise Stein auf Stein. "Bei den Nachfolgearbeiten kooperieren wir mit Handwerksbetrieben", sagt Geurtz.

"Es ist schwer zu sagen, was ein Haus kostet - das hängt doch sehr von der Ausstattung, dem Schwierigkeitsgrad und insbesondere der energetischen Qualität und der Heiztechnik ab", sagt Klaus Helmus. Die Kosten beginnen bei 1500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bei Einfamilienhäusern, dazu kommen noch die Grundstückskosten. Die Vorschriften von Bund und Land beim Bau verteuerten den Hausbau immer mehr. "Wir rechnen mit spitzem Bleistift, dennoch ist es für den Normalbürger von Jahr zu Jahr deutlich schwieriger geworden, sich den Traum vom Eigenheim erfüllen zu können", fügt Helmus an. Da wird für Bauherrn das Angebot aus einer Hand mit Festpreis attraktiv.

Jahrelang habe man Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut, derzeit ziehe der Geschosswohnungsbau an. Heute kommen die hinzu, die ihr Geld anlegen wollen, weil die Miete als Rendite winke, sagt der H&G-Geschäftsführer. Darauf hat H&G längst reagiert und baut Mehrfamilienhäuser, bis zum Studentenwohnheim mit Penthouse auf dem Dach in Kleve. "Unser Prinzip ist Sicherheit und Qualität zu einem fairen Preis", sagt Helmus.

Auf dieses Prinzip vieler Bauträger setzt auch Dietmar Tiggelbeck: schlüsselfertiges Bauen und die vertraglich zugesicherte Festpreisgarantie. Der Geschäftsführer der tz-gmbh ist Architekt und plant seine Bauten selbst. Auch er entwickelt Baugebiete, wo er Grundstück und Haus als Paket anbietet. Ebenso, wie er Häuser auf einem Grundstück baut, das dem Bauherrn gehört. "Immer gehen wir von einem schlüsselfertigen Bau aus, den wir individuell mit dem Bauherrn planen", sagt Tiggelbeck. Er habe keinen Katalog fertiger Häuser, sondern er entwickele mit seinen Kunden anhand der von ihm gebauten Beispiele Grundrisse und Fassaden, zugeschnitten auf die Anforderungen der jeweiligen Nutzer.

"Wenn wir mit der Planung fertig sind, übernehmen wir alle Leistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe", sagt der Architekt. Er arbeite mit festen Unternehmen aus der Region. "Die Übergabe und die Ausstattung des Baus wird vertraglich geregelt - wir haben aber keine Einheitspreise, keine Katalogpreise. Der Preis eines Hauses ist zu sehr abhängig von den Wünschen des Bauherrn, die ganz individuell Berücksichtigung finden. Am Ende steht immer der Festpreis, zu dem wir den Bau dann umsetzen. Das bietet dem Bauherrn Finanzierungssicherheit", verspricht Tiggelbeck. Er sei dann der eine Ansprechpartner für das gesamte Projekt. "Viele Bauherren haben nicht die Zeit, sich um jedes Gewerk zu kümmern", sagt er. Seine Häuser werden in konventioneller Massivbauweise gebaut, Stein auf Stein. Tiggelbeck sieht derzeit einen Trend zum Mehrfamilienhaus. Auch habe der Bau im Klever Land deutlich angezogen. Tiggelbeck mahnt, dass Baugebiete außerhalb der Ballungsräume wichtig seien, um den Bedarf an Grundstücken langfristig decken zu können.

Der Architekt reagiert auch auf den gestiegenen Bedarf von Bauen und Sanieren im Bestand. "Da ist großer Nachholbedarf. Wir machen alte Gebäude 2016-fähig. Wir bauen sie um, modernisieren und bringen sie auf den neuesten technischen Stand", sagt Tiggelbeck, lehnt sich in seinem Stuhl zurück und fügt an: "Auch das zum vertraglich festgelegten Festpreis". Allerdings mit der Einschränkung, dass beim Altbau unkalkulierbare Probleme nicht im Festpreis enthalten sein können.

VON MATTHIAS GRASS

Quelle: RP
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