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Kranenburg
Ein neues Pfarrheim für Kranenburg

Kranenburg: Ein neues Pfarrheim für Kranenburg
Blick auf die Vorstellung der Entwürfe des Architektenwettbewerbs in der Pfarrkirche zu Kranenburg. Im Vordergrund die Modelle. Vier wurden von der Jury mit Geldpreisen ausgezeichnet. FOTO: Gottfried Evers
Kranenburg. In der Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Kranenburg wurde eine Ausstellung mit den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs für den Neubau eröffnet. Die acht eingereichten Entwürfe wurden bewertet und präsentiert. Von Werner Stalder

"Glauben braucht Gemeinschaft. Hier entsteht die neue Begegnungsstätte der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Kranenburg", so lautet der Text eines großen Schildes am Baugrundstück gegenüber der Stifts- und Wallfahrtskirche in Kranenburg, wo jetzt eine Ausstellung mit den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs für den Pfarrheimneubau eröffnet wurde. Dabei wurden alle acht eingereichten Wettbewerbsentwürfe der Öffentlichkeit präsentiert.

Von den auswärtigen Mitgliedern des Preisgerichts führte Professor Hannes Hermanns aus Kleve als Vorsitzender in das Verfahren der Preisgerichtssitzung ein. Professor Hartmut Welters, Architekt und Stadtplaner und Architektin Anke Thormählen, beide vom Büro Post und Welters aus Dortmund, hatten die Vorprüfung vorgenommen. Zu den Sachpreisrichtern gehörten Pfarrer Christoph Scholten, Theo Kreusch, Ludger Janhsen und Rainer Willemsen von der Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Hinzu kamen Fachpreisrichter und sachverständige Berater des Preisgerichts.

"Die Anonymität wurde bei allen Arbeiten gewahrt", unterstrich Professor Hermanns. Vier Arbeiten schieden einstimmig aus, so dass weitere vier Arbeiten in der engeren Wahl verblieben. Es wurde beschlossen, einen ersten und einen dritten Preis und zwei Anerkennungen zu vergeben. Der 1. Preis (3.000 Euro) ging an Jochem Kastner und Konstantin Pichler, Architekten aus Köln. Den 3. Preis (1.500 Euro) bekam Jutta Heinze, Architektin aus Duisburg. Die beiden Anerkennungspreise (je 750 Euro) gingen an Patrick Lehn aus Kevelaer und an das Architekturbüro Spital-Frenking + Schwarz in Lüdinghausen. Bei der Ausstellungseröffnung erläuterte der erste Preisträger, Jochem Kastner, seine Arbeit. Der eingeschossige, kompakte Baukörper erzeugt mit seiner Setzung in zweiter Reihe auf geschickte Art und Weise eine attraktive Vorplatzsituation zur Kirche und eine qualitätsvolle Innenhof-Situation zur südlichen Grundstückstiefe mit dem angrenzenden Wohnheim. Die vorhandene, ungeordnete Treppen- und Rampensituation wird einfach und qualitätsvoll integriert. Der Vorplatz schafft eine eindeutige Adresse, der Hauptzugang mit Windfang und Küche ist sofort auffindbar, der Platz kann für Pfarrfeste gut bespielt werden. Die innere Gebäudeorganisation ist funktional richtig und in der Gebäudegeometrie sinnfällig angeordnet. Der Saal erfährt durch das geneigte Dach eine angemessene Hervorhebung. Die Materialwahl und die vorgeschlagenen Fassaden lassen eine hohe gestalterische und architektonische Qualität erwarten.

In der Beurteilung heißt es: "Die Flächenkennwerte sind in Ordnung und versprechen eine wirtschaftliche Herstellung. Die Arbeit überzeugt durch ihre durchgängige Qualität."

Die denkmalpflegerische Beurteilung lautet: "Der Entwurf nimmt sich im besten Sinne hinter den denkmalgeschützten Gebäuden zurück und bleibt in seinem einheitlichen und geschlossenen Volumen eigenständig gegenüber dem nachhaltig prägenden Gebäudebestand. Es entsteht eine eigenständige Platzqualität zwischen ehemaligem Krankenhaus, Wohnhaus, Kirchplatz und neuem Pfarrheim. "Ich bin mit der Entscheidung des Preisgerichtes ganz zufrieden", sagte Pfarrer Scholten.

Voraussichtlich soll das Pfarrheim im Sommer des Jahres 2017 fertiggestellt sein.

Quelle: RP
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