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Kleve
Ein neues Stadtmodell für Kleve im Internet ?

Kleve. Offene Klever beantragten, das alte Modell zu aktualisieren/ Kreis Kleve arbeitet an einem 3-D-Modell im Internet.

Wenn man wissen will, wie ein Haus später in seinen Proportionen aussieht, wie es auf die Nachbarbebauung wirkt, dann baut man ein Modell. Das hört sich altbacken an, ist aber immer noch richtig und schlägt alle "Visualisierungen". Vor Jahren hatte eine Arbeitsgruppe ein großes Stadtmodell gebaut, in das zur Abwägung Neubauvorhaben eingestellt werden konnten. Benutzt hat das - zumindest in den vergangenen Jahren - leider keiner.

Inzwischen ist dieses große Modell der Klever City veraltet, der Bauboom an ihm vorbeigegangen. Doch die Offenen Klever (OK) lassen nicht los: So grief Dr. Josef Merges (OK) den Punkt "Stadtmodell" wieder auf und beantragte, das alte Modell, vielleicht ehrenamtlich, wiederherzustellen. Als Alternative stellte die Stadt jetzt im Bauausschuss ein virtuelles Modell in den Raum, das von Stefan Rattmann vom Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Kleve am Beispiel anderer Städte präsentiert wurde.

Es sei ein Modell, das über flächendeckende Schrägluftbilder, die ein Flugzeug oder eine Drohne macht, erstellt wird. Mit solchen Luftbildern arbeite auch das Kataster des Kreises, erklärte Rattmann. Es gibt eine Darstellung der Häuser als Klötzchen in der einfachen Variante oder aber als Architekturmodell. Das Modell sollte ständig aktualisiert werden, sagte Rattmann. Auf Nachfrage von Merges erklärte Rattmann, dass die Bilder bis August erzeugt werden könnten, er aber keine Aussage über die Kosten machen könne.

Bürgermeisterin Sonja Northing warf ein, dass man so neue Bauvorhaben beurteilen könne. Das ginge auch beim vollplastischen Modell, sagte Merges. Vielleicht sogar besser. Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer würde das digitale Modell bevorzugen. "Ein vollplastisches Modell kann nicht kommunale Aufgabe sein. Das müssen wir erst diskutieren", so Rauer. Wiltrud Schnütgen (Grüne) bemängelte beim alten Stadtmodell zu flache Höhenzüge.

Anne Fuchs (OK) sagte, es gebe einen Arbeitskreis, der das alte Modell wieder auf Vordermann bringen möchte.

(mgr)
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