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Kranenburg-NÜtterden
Ein Pionier aus Indien

Kranenburg-NÜtterden: Ein Pionier aus Indien
Beim Abschiedsgottesdienst in der Pfarrkirche St.-Antonius Nütterden: Pfarrer Dr. Joseph Kallunkamakal (Mitte) mit den Konzelebranten Dechant Christoph Grosch (links) und Pfarrer Michael Terhoeven. FOTO: Markus van Offern
Kranenburg-NÜtterden. Dr. Joseph Kallunkamakal wurde jetzt nach 20 Jahren in der Kirchengemeinde St.-Antonius Abbas verabschiedet. Sein Nachfolger wird Pfarrer Jörg Monier. Von Werner Stalder

"Als vor 20 Jahren Pfarrer Dr. Joseph Kallunkamakal nach Nütterden kam, war er der erste Priester der Weltkirche im Bistum Münster. Unser Pastor ist also Pionier einer Entwicklung, die bis heute anhält. Auf Grund zurückgehender Priesterzahlen in den deutschen Bistümern werden Priester aus anderen Erdteilen für die deutschen Gemeinden gewonnen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Winfried Buchmiller, bei der Verabschiedung des Pfarrers der drei Kirchen Nütterden, Frasselt und Mehr, sowie der Dörfer Schottheide und Grafwegen. Fahnenabordnungen und Messdiener aus der Kirchengemeinde St.-Antonius Abbas geleiteten, gemeinsam mit den Konzelebranten Dechant Christoph Grosch und Pfarrer Michael Terhoeven, den scheidenden Pastor in das bis auf den letzten Platz gefüllte Nütterdener Gotteshaus.

Pfarrer Kallunkamakal stellte die Eucharistiefeier unter das Wort aus dem Johannes-Evangelium: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben." In seiner Abschiedspredigt betonte der Seelsorger, dessen Dienst eigentlich nur fünf Jahre dauern sollte, dass er stets freundlich angenommen und von den Menschen akzeptiert worden sei. "Ich durfte viel Mitgefühl und eine gute Zusammenarbeit erfahren", sagte er. Schließlich habe er sogar die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Mit dem Evangelium vom Weinstock fühle er sich stets sehr verbunden.

Der Kirchenchor Nütterden, Leitung Martin Kepser, bereicherte den festlichen Dankgottesdienst mit der "Missa brevis in G, KV 140" von W.A. Mozart für Chor, Orchester und Solisten. Beim Auszug standen Kindergartenkinder mit Blumen am Kirchenportal Spalier, der Musikzug der ASG spielte auf, und mit einer Fahrrad-Rikscha ging es zum Empfang zur Aula der St.-Georg-Grundschule.

Bei seiner Begrüßung sagte Winfried Buchmiller: "Ich weiß, dass die Ortschaften zwischen Düffel und Reichswald zu Ihrer zweiten Heimat geworden sind. Wir danken Ihnen für Ihr seelsorgliches Wirken und für Ihre aufopferungsvolle Arbeit." Die Feststunde wurde mit musikalischen Beiträgen der Sing- und Spielschar Nütterden und der Kirchenchöre aus Mehr und Frasselt gestaltet. Dechant Christoph Grosch überbrachte die freudige Nachricht, dass die Gemeinde in Zukunft einen neuen Seelsorger erwarten dürfe (siehe dazu unten stehenden Zusatztext).

Ortsvorsteher Paul Heinz Böhmer, Nütterden, überbrachte im Namen seiner Amtskollegen aus Mehr, Frasselt, Schottheide und Grafwegen den Dank und die besten Segenswünsche. Für alle Nütterdener Vereinigungen und Einrichtungen überreichte er eine Spende für die seelsorgliche Arbeit in der indischen Heimat des Pastors. Bürgermeister Günter Steins unterstrich in seiner Grußadresse, dass die Präsenz des Pastors, eines guten Hirten und Seelsorgers vor Ort, ein Wesensmerkmal des niederrheinischen Kulturraumes sei. Pfarrer Dr. Kallunkamakal, der seinen Wohnsitz in Kellen nehmen wird, sei auch als Klever Bürger in der Gemeinde Kranenburg stets willkommen.

Mit einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation, zusammengestellt vom Vorsitzenden des Pfarreirates, Thomas Spätling, unter Mitwirkung von Jörg Booth, wurde die vielfältige Seelsorge des scheidenden Pastors in 20 Jahren lebendig. Der Pastor dankte mit bewegten Worten.

Quelle: RP
 
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