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Kranenburg
Ein Plan für "Große Straße" nach 20 Jahren

Kranenburg. In dem aktuellen Gutachten wird vorgeschlagen, eine "unechte Einbahnstraße" einzurichten. Von Peter Janssen

Jetzt gibt es offenbar die Lösung für ein Problem, das seit 20 Jahren in Kranenburg für Diskussionen sorgt. Auf 86 Seiten wird in einem aktuellen Gutachten das Thema "Verkehr auf der Großen Straße" behandelt und Empfehlungen gegeben, wie man die Situation verbessern kann.

Expertisen, die sich mit der Optimierung auf der Kranenburger Hauptschlagader beschäftigen, haben gute Tradition. Satte zehn Untersuchungen sind über die Straße mittlerweile verfasst worden. Der Unterschied: Mit dem nun vorliegenden Papier soll es nach jahrzehntelangem Abwägen soweit sein. Alle Fraktionen sind entschlossen, auf Grundlage der Untersuchung eine Entscheidung zu treffen.

So favorisieren die Gutachter eine Variante, die nicht erst seit gestern in der Politik diskutiert wird. Das Beste fürs Kranenburger Zentrum sei eine "unechte Einbahnstraße". Das bedeutet, dass das Einfahren von der Nimweger Straße und der Tiggelstraße in die Große Straße unterbunden wird. Von allen anderen Straßen aus kann man die Große Straße weiterhin in beide Richtungen befahren. Auf diese Wiese wird die Große Straße in eine sogenannte "unechte Einbahnstraße" umgewandelt. Auf dem Markt könnte man drehen, oder eben über die Seitenstraßen das Zentrum wieder verlassen. Das Tempolimit von derzeit 20 Stundenkilometern ist nach Ansicht der Gutachter genau die richtige Geschwindigkeit, um für eine angenehme Aufenthaltsqualität zu sorgen. Nach Ansicht der Experten müssen jedoch Maßnahmen getroffen werden, die Ausweichmanöver von Fahrzeugen auf die Seitenstreifen verhindern. Ladezonen, bessere Kennzeichnungen der Parkbereiche oder zusätzliche Abgrenzungen durch Begrenzungspfähle sollen dafür sorgen, dass die Fahrzeuge an den Einengungen auch den Gegenverkehr vorbeilassen müssen. Busse und Radfahrer sollten weiterhin von beiden Seiten in die Große Straße einfahren dürfen. Empfohlen wird, an den Bushaltestellen leichte Erhöhungen zu bauen, um eine zusätzliche Abgrenzung für den Autoverkehr zu schaffen. Ein Nachteil der Variante: das Verkehrsaufkommen etwa auf Willemsestraße und Elsendeich wird steigen. So geht man davon aus, dass auf der Willemsestraße täglich etwa 1000 Fahrzeuge mehr unterwegs sein werden, auf dem Elsendeich 600. Doch sollte es hier zu größeren Problemen kommen, könnte man die gute Tradition beibehalten: Ein Gutachten dürfte Hilfestellung leisten.

Quelle: RP
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