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Kleve
Ein Toter bei Disco-Streit in Groesbeek

Kleve. Kranenburg/Groesbeek (asch) Durch einen harmlosen Rempler hat ein 22-jähriger Niederländer versehentlich einen Streit ausgelöst – mit fatalen Folgen. Der Holländer wurde kurz hinter der Grenze, im niederländischen Groesbeek, um vier Uhr morgens vor der Discothek "De Hoeve" von einem 32-Jährigen tödlich in den Nacken gestochen. Der Täter wurde sofort vom Sicherheitspersonal des Tanzlokals überwältigt und an die Polizei übergeben. Dem Opfer wurde erste Hilfe geleistet, im Krankenhaus erlag der 22-Jährige seiner schweren Verletzung, wie das niederländische Blatt "de Gelderlander" berichtet.

Kurz nach der Tat wurde bekannt, dass der Täter kein unbeschriebenes Blatt ist, in Ermittlerkreisen wird er, so "de Gelderlander", als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Der 32-Jährige, der ebenfalls aus Groesbeek kommen soll, ist im August 2007 für insgesamt 19 Delikte zu 16 Monaten Haft, davon vier auf Bewährung, verurteilt worden. Die Bandbreite der Aktivitäten ist beachtlich: Er trat seiner Freundin mit dem Knie ins Gesicht, fuhr Auto unter Drogeneinfluss und demolierte Fensterscheiben.

Der Bürgersteig vor "De Hoeve" wurde zu einem Ort der Trauer für Freunde und Bekannte des Niedergestochenen. Jugendliche versammelten sich, Blumen und Briefe wurden niedergelegt.

"So etwas habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt. Furchtbar, das macht mich fertig", sagt Piet Langeveld, Eigentümer von "De Hoeve". Der Niedergestochene hatte bis vor kurzem noch in der Disco gearbeitet. Seine Geschwister arbeiteten dort immer noch – auch in der Nacht der Tat.

Quelle: RP
 
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