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Kranenburg
Eine Höfetour mit fünf Stationen

Kranenburg: Eine Höfetour mit fünf Stationen
Besuchergruppe besichtigt den Kranenburger Betrieb Stauden Peters. FOTO: Gottfried Evers
Kranenburg. Fünf landwirtschaftliche Betriebe hatten ihre Tore für Besucher geöffnet. Die Betreiber stellten allerlei Wissenswertes rund um die Themen Ackerbau, Viehhaltung Milchproduktion sowie ökologische Erzeugung und Gartenbau vor. Von Maria van de Sand

Ob Traktorfahrt, Melk-Wettbewerb, Kisten-Rollbahn oder Kettcar-Rennen - nicht nur für Kinder hatte die Höfetour in Kranenburg eine Menge zu bieten. Auch Erwachsene kamen auf den fünf Betrieben, die ihre Tore für Besucher geöffnet hatten, bei Führungen zu Milchwirtschaft, Landmaschinen,Gartenbau und Bioland voll auf ihre Kosten. Viele hatten sich mit dem Fahrrad aufgemacht. Auf einer Strecke von 23 Kilometern ließ sich die Kombination aus Natur und Landwirtschaft genießen.

Den perfekten Einstieg in den Tag boten die Kranenburger Landfrauen mit einem großen Frühstücksbuffet in den Hallen der Stauden Peters Pflanzenvertriebs GmbH. Dem Angebot ab 9.30 Uhr waren viele Besucher gefolgt: "Wir sind überwältigt. Allein zum Frühstück kamen mehr als 500 Personen. Über den Tag verteilt rechnen wir mit bis zu 3000 Besuchern", meinte Franz Dercks, Buchhalter und Personalleiter des Betriebs, bereits zur Mittagsstunde. Neben Kaffee und Kuchen standen wie bei allen anderen Höfen auch bei dem Gartenbaubetrieb Führungen auf dem Programm. Dabei ließ sich erfahren, dass auf dem 15 Hektar Land umfassenden Betrieb in der Hauptsaison bis zu 100 Personen arbeiten (45 davon feste Mitarbeiter). "Unser Hauptgeschäft ist der Vertrieb von Gräsern," erklärte Dercks. "Gemeinsam mit einem Zweigbetrieb in Portugal bedienen wir den gesamten, europäischen Markt," so der Personalleiter.

Bei Familie Dominik in Schottheide gab es für diejenigen einen Blick hinter die Kulissen, welche sich für das Thema Landwirtschaft und Milchtransporte interessieren. Schon beim Betreten des Hofs fielen die zahlreichen großen Landmaschinen ins Auge. Spannend ging es auch im Gebäudeinneren weiter: Ein großes Melk-Karussell, Spaltenroboter und Kuhbürsten zeugten von der "Wellness für die Kuh", wie Stephan van de Sand es formulierte. Draußen informierte die rollenden Waldschule des Hegerings Kranenburg über hiesige Wildtierarten.

Tiere standen auch auf dem Biohof der Familie Nissing / Schnütgen im Mittelpunkt. Insgesamt 1200 Freilandhennen sowie je 15 Kühe und Kälber waren dort zu begutachten. Der Betrieb verzichtet komplett auf fossile Energien. "Früher wurde der Hof mit rund 7000 Litern Öl beheizt. Heute besitzen wir eine Hackschnitzelheizung, die wir mit dem Holz aus unseren angepflanzten Schwarzerlen befüllen", berichtete Besitzer Godehard Schnütgen. "Darüber hinaus produziert die eigene Photovoltaikanlage genügend Energie für den Betrieb sowie 15 weitere Haushalte", so Schnütgen. Zudem bot Rebecca Vierboom vom Biolandhof Vierboom im benachbarten Wyler Produkte aus ihrem Bioladen zum Probieren und Verkauf an.

Ein paar Häuser weiter ging es zur Station 4. Bei Familie van der Poll konnten Besucher der Höfetour Rinder auf Strohhaltung kennenlernen und es sich bei Gegrilltem gut gehen lassen. Die Firma Reijnen Landmaschinen aus Siebengewald stellte ihre Maschinen vor und auch für Kinder wurde dort wieder einiges geboten.

Letzte Station: Familie Hendricks in Wyler. Auf dem Milchviehbetrieb waren zwei Melkroboter, die eigene Jungviehaufzucht und Bullenmast zu bestaunen. Eine Strohburg begeisterte die kleinen Gäste, der Hoftierarzt informierte über die Arbeit in seiner Praxis.

Quelle: RP
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