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Bedburg-Hau
Eingeschlossene Asylbewerber aus brennender Unterkunft gerettet

Bedburg-Hau: Eingeschlossene Asylbewerber aus brennender Unterkunft gerettet
Die Feuerwehrleute befreite zwei Menschen aus dem brennenden Obergeschoss. FOTO: Feuerwehr
Bedburg-Hau. In einem Übergangswohnheim an der Hauer Straße ist gestern ein Brand ausgebrochen. Dabei wurden zwei Bewohner leicht verletzt. Nach ersten Ermittlungen geht die Kriminalpolizei von einem technischen Defekt als Ursache aus - wahrscheinlich ein Kurzschluss an einem Trockner oder an einer Waschmaschine.

Kurz nach 3 Uhr in der Nacht zu gestern wurden die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau sowie der Rettungsdienst des Kreises Kleve alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen meterhohe Flammen aus einem Gemeinschaftsraum im Obergeschoss. Die meisten der etwa 50 männlichen Bewohner hatten da bereits das zweistöckige Gebäude verlassen.

Die Feuerwehr setzte sieben Trupps unter schwerem Atemschutz ein. Diese brachten zwei Männer, die noch in ihrem Zimmer schliefen und eingeschlossen waren, in Sicherheit. Bei der Rettungsaktion wurde einer der Männer leicht verletzt. Ein weiterer Mann rette sich durch einen Sprung aus dem Gebäude, dabei schlug sein Fuß um.

Durch den gezielten Feuerwehreinsatz blieb das Feuer auf den Entstehungsraum begrenzt. Jedoch wurde die gesamte obere Etage durch die starke Rauchentwicklung beschädigt. Sie ist derzeit nicht bewohnbar, so die Feuerwehr. Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, entwickelte sich noch ein Brand in der Zwischendecke. Auch kam es durch das Feuer zu einem Rohrbruch. Die Feuerwehr setzte nach dem Brand Hochleistungslüfter ein, um Flure und Räume vom Brandrauch zu befreien.

Auch vor Ort waren der Leiter des Ordnungsamtes, Heinz-Peter Litjes, sowie Bürgermeister Peter Driessen. In Absprache mit dem Ordnungsamt wurden die Bewohner der oberen Etage von der Feuerwehr in einem anderen Wohnheim der Gemeinde untergebracht. Gegen 5.15 Uhr beendete die Feuerwehr ihren Einsatz. Die Leitung hatten die Gemeindebrandinspektoren Stefan Veldmeijer und Klaus Elsmann. Eingesetzt waren mehr als 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau sowie des Rettungsdienstes. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.

(cat)
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