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Kreis Kleve
Emmerich stimmt für Stadtsparkassen-Fusion

Kreis Kleve. Nach einem Zusammenschluss hat der Kreis insgesamt 50,3 Prozent der Anteile an der Sparkasse Rhein-Maas.

Der Emmericher Rat hat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich für eine Fusion der Stadtsparkassen Emmerich-Rees, Kleve und Straelen gestimmt. Ähnliches wird auch von den Abstimmungen in den anderen Kommunen erwartet. Und auch der Kreistag in Kleve muss zustimmen. Nach einer Fusion wird der Kreis Kleve mit 50,3 Prozent der tonangebende Anteilseigner sein.

Die neue Sparkasse wird Sparkasse Rhein-Maas heißen und ihren Hauptsitz in Kleve haben. Emmerich wird mit 13,3 Prozent beteiligt sein, Kleve mit 21,1 Prozent und Straelen mit 13,8 Prozent. Die Stadt Rees, die sich beinahe vollständig aus dem neuen Geldinstitut zurückziehen will, hält noch 1,5 Prozent. Im August soll die Fusion vollzogen sein. Sie tritt rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft.

Voraussetzung ist eine Aufstockung des Eigenkapitalanteils. Emmerich zahlt daher 12,18 Millionen Euro ein. Das Geld leiht sich die Stadt selbst. Vermutlich mit einem Zins von 1,5 Prozent und mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Die Zinsbelastung läge damit bei 180.000 Euro jährlich. Das Geld fließt 2018. Der neuen Sparkasse wird Emmerichs Sparkassenvorstand Horst Balkmann nicht mehr angehören. Er hat das entsprechende Alter erreicht. Gregor Reinen wird auch im Vorstand der neuen Sparkasse sein.

Bürgermeister Peter Hinze betonte noch einmal die Notwendigkeit einer Fusion. "Die Stadtsparkasse Emmerich-Rees ist nicht pleite, sondern macht Gewinne. Aber die gesetzlichen Anforderungen ans Eigenkapital, die zunehmende Digitalisierung und die Zinspolitik erschweren das Geschäft. Deshalb ist es wichtig, sich mit anderen zusammenzuschließen." Die Stadtsparkasse habe ohne Fusion eine Stand-Alone-Fähigkeit bis 2019.

Die Stadtsparkasse Emmerich-Rees hat derzeit 185 Mitarbeiter. Es wird einen Abbau von etwa 20 Stellen geben. Es wird aber keine Kündigungen geben. Hinze: "Das wird sozialverträglich geschehen. Ohne eine Fusion wäre es zu Entlassungen gekommen. 60 bis 80 Mitarbeiter wären betroffenen gewesen." Verloren gegangen wären auch die jährlichen 250.000 Euro der Sparkasse für gemeinnützige Zwecke.

(hg)
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