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Ole In Indochina
Entspannt beim Curry-Huhn

Kleve. Tatsächlich hätte ich nicht gedacht, in Thailand in Orte vordringen zu können, die noch nicht von den Massen an Travellern überrannt wurden. Mit Khanom, Phanom oder Tha Thon war das aber relativ simpel - obwohl die Hotelbesitzer hier gerne den großen Ansturm hätten.

Dafür braucht es die Bereitschaft (und natürlich Zeit), sich außerhalb der gut organisierten Touristenrouten Bangkok-Koh Samui-Phuket-Chiang Mai zu bewegen. Das kann schon mal eine vierstündige Fahrt in einem roten 68er Bus zu dritt auf einer Zweierbank sein oder ein 300 Kilometer Roadtrip mit einem Leihroller.

Was mich hier aber erwartete, war ein entspannteres Thailand, in dem mich nicht an jeder Ecke Taxifahrer in ihr Tuk-Tuk zerrten oder Thai-Masseusen auf meinen Rücken sprangen.

In Khanom beispielsweise, keine 50 Kilometer von Surat Thani (Ausgangspunkt zu Koh Samui und Co.) entfernt, konnte ich von meiner romantischen Bambushütte praktisch ins Meer fallen und hatte den Strand für mich. Am Abend genoss ich in der Jambay Bar einen Cocktail in der Hängematte mit Blick aufs Meer. In einem Straßenlokal in Phanom aß ich das beste Curry-Huhn meiner bisherigen Reise, nachdem die Köchin irgendwoher aus dem Ort jemand holte, der verstand, was ich wollte. Und in Tha Thon fuhr ich mit dem Roller einen Gebirgspass die thailändisch-myanmarische Grenze entlang, wo mir eine Ewigkeit niemand begegnete, außer den Leuten, die dort leben.

Während ich meine weitere Reise nach Laos und Co. plane, hoffe ich ähnliche Erfahrungen zu machen - und sei es auch die, ungewollt in einem dieser ziemlich anrüchigen Stundenhotels im Nirgendwo zu landen, in dem man aber auch einfach günstig schlafen kann.

OLE ENGFELD

Quelle: RP
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