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Kleve-Griethausen
Erinnerungen an "Zum Rheintor"

Kleve-Griethausen. "Rentnerband" des Heimatvereins engagierte sich für "Döneken-Treffpunkt". Von Roland Baumann

"Da haben wir einen Platz für so manches Döneken aus der guten, alten Zeit hergerichtet", stellt Dietmar Reintjes, Vorsitzender des Heimatvereins Griethausen, erfreut fest. Das Schild der ehemaligen Gaststätte "Zum Rheintor" haben die unermüdlichen Helfer der so liebevoll bezeichneten "Rentnerband" des Vereins auch dank der finanziellen Unterstützung der ADM Ölmühlen GmbH am Kopf eines fünf Meter langen Mastes angebracht.

"Das Schild, das bestimmt 40 Jahre am Giebel des Gebäudes hing, habe ich beim Abbruch der Gaststätte in Sicherheit gebracht", berichtet Franz Hendricks, zweiter Vorsitzender des Griethauser Heimatvereins. Als 2008 die Kult-Kneipe im Rahmen der Deichsanierung dem Erdboden gleich gemacht wurde, hatte Hendricks noch keine Idee, was er mit dem Schild anfangen sollte, bewahrte es aber gut auf.

Im Laufe der Zeit und in zahlreichen Gesprächen gab es verschiedene Vorschläge, bis die Idee, die nun in die Tat umgesetzt wurde, reifte. Das Schild wurde von Schmutz und Rost bereinigt, am Fuß des Mastes sind zwei Tafeln einbetoniert, die in früheren Jahren den Hochwasserstand am Rheintor angezeigt hatten. An der Stele selbst ist ein kleines Schild mit den historischen Daten der ehemaligen Gaststätte angebracht. In luftiger Höhe prangt das Schild mit der Aufschrift "Zum Rheintor".

Für ältere Bürgerinnen und Bürger aus Griethausen und Umgebung setzt beim Lesen dieser Worte das Kopfkino ein. "Unvergessen sind Kirmes und Möhneball bei Mutt und Föns van Beek", erinnert Hendricks an mehr als gut besuchte Tanzabende, bei denen "die Leute mit den Beinen aus den Fenstern heraus hingen". Auch Gulaschsuppe, Schnitzel und Soleier spielen in Gesprächen an der neuen Begegnungsstätte ebenso eine Rolle wie die alte Couch in der Küche bei Mutt van Beek, auf der man so tief saß, dass man fast Bodenkontakt hatte. "Die Helfer überschlugen sich förmlich. Jeder hatte was zu erzählen", berichtet Dietmar Reintjes vom Helfer-Frühstück, bei dem so manche Träne aus sentimentalen Gründen floss.

Quelle: RP
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