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Kleve
"Essbares Kleverland" fürchtet um den Garten am Opschlag

Kleve: "Essbares Kleverland" fürchtet um den Garten am Opschlag
Vorstand Jürgen Ramisch und Mari-Anne Hölscher vom Verein "Gemeinschaftsgärten Essbares Kleve" am offenen Garten am Spoyufer FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Der Verein beklagt mangelhafte Kommunikation mit der Stadt. Es ist derzeit ungewiss, ob das öffentliche Gärtchen noch eine Zukunft hat. Von Lea Ebbers

Tomaten, Paprika und Salat sowie verschiedene Kräuter dürfen die Klever Bürger im offenen Gemeinschaftsgarten am Spoyufer sähen und ernten. Die Idee für einen solchen Garten stammt von Annette Henseler. Im März vergangenen Jahres setzte Herbert Looschelders, Vertreter der Sozial- und Ökologiestiftung, dieses Projekt mit dem Verein "Gemeinschaftsgärten Essbares Kleverland" um. Doch nun herrscht Ungewissheit über den Erhalt des Gärtchens, obwohl es für diesen laut Initiatoren mehrmals sehr positive Resonanz von Seiten der Bürger gegeben haben soll.

Dem Verein war seit der Umsetzung des Projekts bewusst, dass der Garten verschwinden muss, wenn die Stadt den Platz am Spoyufer gewerblich nutzen möchte. "Es wird gemunkelt, dass ein Kanuverleih und Strandpartys an dieser Stelle geplant werden. Wir tappen zurzeit im Dunkeln und wissen nicht, was die Stadt mit unserem Garten vor hat", sagt Jürgen Ramisch vom Vereinsvorstand. Er könne nicht verstehen, dass dieser Platz nun vielleicht doch kommerziell genutzt werden soll, da nicht nur die Bürger dieses Projekt gelobt hätten, sondern auch einige Lokalpolitiker beim Sommerfest des Vereins.

In der Vergangenheit habe es allerdings schon Probleme mit einem Staketenzaun gegeben, der das Gemüse und die Blumen vor Hunden schützen sollte. Aber dieser musste sofort wieder entfernt werden. Ein Grund dafür sei nicht geliefert worden. "Wir wünschen uns mehr Kommunikation zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung. Uns werden Dinge verboten, wir wissen aber nicht warum", erklärt Barbara Pauls, ebenfalls vom Vorstand. Jürgen Ramisch fügt hinzu, dass der Verein sehr kooperativ sei und sich vorstellen könnte, den Garten mit der Gastronomie zusammenzuführen. "Der Garten stört hier doch keinen, ganz im Gegenteil, auch viele junge Menschen nutzen ihn für eine Mittagspause, in der sie kein Geld ausgeben möchten", sagt Ramisch. Außerdem glaube er nicht, dass die Bürger es gutheißen würden, wenn der offene Garten geschlossen würde. Vor allem, weil sich der Verein schon Ideen für eine Kooperation mit Schulkinder hat, die ein eigenes Beet bekommen sollen, um mehr über Pflanzen und Gemüse zu lernen.

Quelle: RP
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