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Kreis Kleve
Euregionale Kooperation bringt neue Jobs

Kreis Kleve. "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit macht richtig Freude", sagte Bernd Pastoors, Geschäftsführer des Theodor-Brauer-Hauses. Er hielt die Eröffnungsrede bei der Fachveranstaltung zum Deutsch-Niederländischer Arbeitsmarkt und fasste so das mittlerweile fast 20-jährige Engagement des Berufsbildungszentrums Kleve auf internationalem Parkett zusammen. Dafür erntete dafür viel Zustimmung bei den zahlreichen Gästen im Euregio-Forum Kleve.

Besonders die gut funktionierende Vermittlungsarbeit zugunsten der bisher rund 170 Teilnehmer am euregionalen Projekt "Grenzen bewegen" rechtfertige die grenzüberschreitende Kooperation der Projektpartner (Regionaler Socialer Dienst De Liemers in Zevenaar, Gemeinde Overbetuwe, Jobcenter Kreis Kleve und das Theodor-Brauer-Haus), so Pastoors. Immerhin konnten nach seinen Angaben bisher rund 40 Prozent der Teilnehmenden aus beiden Ländern eine neue sozialversicherungspflichtige Anstellung finden.

Der Honorarkonsul der Niederlande in Kleve, Freddy B. Heinzel, wechselte in seinem Grußwort wie selbstverständlich die sprachliche Ebene vom Niederländischen ins Deutsche und wieder zurück. Ein weiterer Beleg dafür, wie eng Deutsche und Niederländer mittlerweile zusammen gerückt sind.

Sjaak Kamps, Geschäftsführer der Euregio Rhein Waal, informierte über aktuelle Entwicklungen. "Es hat sich vieles verändert, besonders auch in den Köpfen der Menschen", so Kamps mit Blick auf die d bi-nationale Zusammenarbeit.

Bart Colsen vom RSD de Liemers stellte das Projekt dann im Detail vor. Zwei Lerngruppen, eine in Kleve/Emmerich und eine weitere in Zevenaar, starten parallel in einem zwölfwöchigen Trainingscenter, in dem neben Sprache, Kultur und Geschichte auch gemeinsame gegenseitige Besuche und Exkursionen sowie ein dreiwöchiges Praktikum im jeweiligen Nachbarland auf dem Programm stehen.

Und es kam auch ein Teilnehmer des Projektes zu Wort: Der Niederländer Eugene Flören, der nach einer mehr als 30-jährigen Tätigkeit in Nijmegen als Musiklehrer seinen Job verloren und aufgrund des Lebensalter jenseits der "60" kaum noch eine Chance auf eine neue berufliche Perspektive gesehen hatte, blickt nach der Teilnahme am Projekt nun wieder hoffnungsvoll in die Zukunft: Auch bei ihm hat es mit einer Integration in den deutschen Arbeitsmarkt geklappt.

Quelle: RP
 
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