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Kreis Kleve
Fachexkursion: Vom Hörsaal in den Orient

Kreis Kleve. Unter der Leitung von Professor Dr. Dirk Reiser unternahmen Studierende des Studiengangs "Nachhaltiger Tourismus" der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie eine Fachexkursion nach Marokko und erlebten die Verbindung von Theorie und Praxis auf ganz besondere Weise: 25 Studierende des vierten Semesters reisten mit Reiser, Professor für Nachhaltiges Tourismusmanagement, und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ika Dau nach Marokko. Dort erkundeten sie die Kultur Marokkos und kamen mit Einheimischen und lokalen Akteuren im Bereich Nachhaltigkeit ins Gespräch.

Die Exkursion fand bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Kurses "Ökologie, Ökonomie und Ethik" statt und diente der Vertiefung und Erweiterung der in der Vorlesung vermittelten Inhalte. Zudem standen die kritische Auseinandersetzung mit in der westlichen Welt verbreiteten Stereotypen, beispielsweise hinsichtlich des Islams, und die Verbesserung der interkulturellen Kompetenz der Studierenden im Zentrum der Exkursion. Dazu präsentierten die Studierenden im Kontext der Vorlesung vorbereitete Impulsvorträge zu unterschiedlichen für Marokko relevanten Tourismusaspekten vor Ort. Während einer Diskussionsrunde mit Mountassir Boullal, dem stellvertretenden Direktor des Tourismusportals Conseil Régional du Tourisme de Marrakech (CRT), referierten zwei Studierende über Reisemotive deutscher Touristinnen und Touristen in Marokko. "Die Möglichkeit, mit regionalen Experten wie Herrn Boullal über Tourismuskonzepte und entsprechendes Zielgruppenmarketing zu diskutieren und sich über Erwartungen und Bedürfnisse von muslimischen Reisenden zu unterhalten, sind bereichernde Erfahrungen, die in einer Vorlesung nur schwer vermittelt werden können", berichtet Ika Dau.

Neben dem Besuch einiger klassischer Touristenmagneten wie der Medina (Altstadt) Marrakeschs oder der seit 1987 von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannten Wüstenstadt Aït-Ben-Haddou waren die Besichtigung der weltweit größten Solaranlage in Quarzazate sowie einer Arganöl-Kooperative in Essaouira prägende Erlebnisse und Grundlage intensiver Diskussion untereinander. "Die Exkursion nach Marokko war eine willkommene Abwechslung zu dem studentischen Alltagsleben. Wir haben viel mehr lernen können, außerdem hat uns die Reise als Studiengang näher zusammengebracht", erklärt Martin-Thorben Fortkort, Student im Studiengang "Nachhaltiger Tourismus". Neben bleibenden persönlichen und praxisrelevanten Erlebnissen für die Studierenden bot die Exkursion auch langfristige Kooperationsmöglichkeiten. "Wir besuchten die Al Akhawayn University in Ifrane und haben die Möglichkeit eines Austauschs von Hochschulangehörigen beider Institutionen diskutiert", resümiert Professor Dirk Reiser. "Weiterhin gab der Kontakt mit einem sozialen Fahrradprojekt in Marrakesch Studierenden die Möglichkeit, das im sechsten Semester verankerte Praxissemester dort zu absolvieren."

Quelle: RP
 
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